Foto: AP
Hillary Clinton will nach 20 Jahren das "Hochseil der amerikanischen Politik" verlassen. Nach vielen Höhen und Tiefen in ihrer Karriere zeigt sich die US-Außenministerin jetzt amtsmüde. Wir beleuchten die Stärken und Schwächen der ehemaligen First Lady.
Foto: AP
Stärke: Beharrlichkeit
Clinton hat das Image einer beharrlichen, ehrlichen Arbeiterin, die es auch mit mächtigen Gegnern aufnimmt. In der Lobby-Metropole Washington eine wichtige Aufgabe.
Foto: AFP
Schwäche: Die Stimmung
Amerika will in seiner Mehrheit einen Umbruch, den Kurswechsel. Der Name Clinton wird hingegen mit „Restauration“ in Verbindung gebracht. Dies hat ihrer Kampagne geschadet.
Foto: AP
Stärke: Intelligenz
Clinton gilt als Lexikon auf zwei Beinen, argumentiert messerscharf und gilt vielen als intellektuell überlegen. Nicht immer sympathisch, aber beeindruckend.
Foto: AFP
Schwäche: Verkopfte Argumente
Hillary Clinton versteht ihr Handwerk. Sie kennt die politischen Fakten, hat ausgearbeitete Pläne in der Tasche. Ihr Problem: Bei TV-Debatten oder bei Wahlkampfauftritten klingt sie wie eine Universitäts-Professorin. Kalt und emotionslos. Obamas lockerer Stil, sein jungenhafter Charme kommen besser an.
Foto: AP
Stärke: Ihr Mann Bill
Affären hin oder her, Bill Clinton wird von zahlreichen Demokraten noch immer geliebt. Daran änderten auch seine menschlichen Schwächen nie etwas.
Foto: AFP
Schwäche: Persönlicher Ehrgeiz
Kritiker werfen Clinton oft ihren persönlichen Ehrgeiz vor. Eine Eigenschaft, die bei Politikern in den USA in der Regel schlecht ankommt. Clinton konnte diesen Eindruck bis heute nicht entkräften. Ihr ständiges Hinweisen auf ihre lange politische Erfahrung wirkt zudem auf viele Wähler eitel.
Foto: AFP
Stärke: Politische Erfahrung
Clinton ist spätestens seit ihrer Zeit als „First Lady“ eine politische Größe. Sie war es, die das ungerechte Gesundheitssystem der USA reformieren wollte. Ihr Plan scheiterte knapp, erntete von vielen Experten jedoch großes Lob.
Foto: AP
Schwäche: Monica Lewinsky
Beim Namen Clinton denkt man früher oder später an den Sex-Skandal ihres Mannes Bill im Oval Office. Einer der peinlichsten Zwischenfälle in der Geschichte des Weißen Hauses. Hillarys Schuld ist dies nicht. Aber eine Belastung.
Foto: AFP
Särke oder Schwäche: Frau?
Eine Besonderheit ihrer Kandidatur war stets der unausgesprochene Gedanke „Wählt mich, und zum ersten Mal wird eine Frau Präsident!“ Obama konnte dagegen halten: „Wählt mich, und zum ersten Mal wird ein Schwarzer Präsident!“