John McCain hat sich zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gemausert. Ein Kurz-Porträt.
McCain wurde am 29. August 1936 in Panama geboren. Sein Vater war ein Admiral. Schon früh prägte das Militär sein Leben.
Nach einem Abschluss an der Marineakademie von Annapolis ging McCain 1967 in den Vietnam-Krieg. Als Bomberpilot wurde er abgeschossen, geriet in Kriegsgefangenschaft, wurde gefoltert. Erst 1973 kam er frei.
Die Politik in Washington lernte McCain in den 70er Jahren als Verbindungsoffizier der Marine zum Senat kennen. 1981 nahm er seinen Abschied von den Streitkräften.
Der Senator verkörpert mit seinen mittlerweile 72 Jahren ein gutes Stück Zeitgeschichte. Als sich die kritischen Stimmen über sein Alter häuften, stellte er aber seine Fitness heraus: "Ich kann im Wahlkampf noch jeden übertreffen, er gibt mir neue Kraft."
Im Jahr 2000 bemühte sich McCain schon einmal um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, musste sich in den Vorwahlen aber dem späteren Präsidenten George W. Bush geschlagen gegen.
Der Senator spricht Wähler aus einem relativ breiten ideologischen Spektrum an, was ihm den Vorwurf einbrachte, ein verkappter Liberaler (unter Republikanern ein Schimpfwort) zu sein.
In internationalen Fragen erinnert er schon eher an George W. Bush. Er unterstützte die Truppenaufstockung im Irak Anfang vorigen Jahres, punktete mit martialischen Sprüchen gegen Russland und im Anti-Terrorkampf.
In anderen Dingen ist er für einen Republikaner liberal. Er hat sich zum Beispiel gegen schärfere Gesetze gegen Abtreibung oder die Homo-Ehe ausgesprochen.
Die politisch moderate Ausrichtung gepaart mit Erfahrung und militärischer Expertise macht ihn sowohl für Konservative als auch Wähler der Mitte zu einem wählbaren Kanidaten. In der Kaukasus-Krise zeigte er Entschlossenheit und Führungskraft.