| 12.08 Uhr
Referendum
Kalifornien gegen Abschaffung der Todesstrafe
Todesstrafe  in den USA
Todesstrafe in den USA FOTO: AP
Los Angeles. Neben der Präsidentenwahl fanden in den USA in zahlreichen Bundesstaaten wichtige Referenden statt. Die Kalifornier stimmten mehrheitlich gegen die Abschaffung der Todesstrafe.

In einem Referendum stimmten nach Behördenangaben am Dienstag knapp 54 Prozent der Wähler gegen den Vorschlag, die Todesstrafe abzuschaffen und durch lebenslange Haft ohne Möglichkeit der Begnadigung zu ersetzen. Bislang haben 17 US-Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft.

Derzeit warten in dem Bundesstaat an der Westküste der USA mehr als 700 zum Tode verurteilte Häftlinge auf ihre Hinrichtung. Vollstreckt wurde die Todesstrafe seit ihrer Wiedereinführung 1976 in Kalifornien erst in 13 Fällen.

Die Wähler in den US-Staaten Maryland und Maine sprachen sich derweil für die Einführung der Homo-Ehe aus. In den Bundesstaaten Colorado und Washington stimmten die Wähler der Legalisierung von Marihuana zu.

"Die Wähler haben gesprochen und wir respektieren ihren Wunsch", sagte der Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper, über die Marihuana-Abstimmung. Dem Sender CNN zufolge verwies er aber darauf, dass die Droge aus Sicht der Bundesbehörden in Washington D.C. weiterhin illegal ist. Auf staatlicher Ebene ist der Besitz kleiner Mengen des Rauschmittels für Konsumenten über 21 Jahren damit nun in Colorado und Washington möglich.

Mit der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen in Maryland und Maine ist die Homo-Ehe nun in acht US-Staaten erlaubt. US-Präsident Barack Obama hatte im vorigen Mai Homosexuellen, die heiraten wollen, seine Unterstützung ausgesprochen.

Neben den US-Präsidentschaftswahlen standen in 38 Staaten über 170 Volksentscheide an.

Quelle: AFP
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