Prominente Unterstützung: "Los Angeles Times" für Obama
zuletzt aktualisiert: 02.02.2008 - 09:00Los Angeles (RPO). Kurz vor den so wichtigen Vorwahlen in den USA hat der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama prominente Unterstützung gewonnen: Die "Los Angeles Times" bekannte sich zu Obama als Favoriten.
Auch die Antikriegsbewegung MoveOn.org, die rund 3,2 Millionen Mitglieder hat, stellte sich am Freitag hinter den Senator aus Illinois, der sich darum bemüht, der demokratische Präsidentschaftskandidat zu werden. Auch die landesweit angesehene Zeitung "Los Angeles Times" bekannte sich zu Obama als Favorit. Der sei "eine inspirierende Führungspersönlichkeit", erklärte das Blatt am Freitag.
Sein Verzicht auf die wahlkampftypische Polemik spreche alle Amerikaner an, die der Politik der Spaltung schon lange müde sind, hieß es. Hillary Clinton hingegen warf die Westküstenzeitung ihre Unterstützung des Irak-Kriegs vor. Obama hingegen habe die Gefahren schon damals richtig erkannt. Auf der republikanischen Seite sprach sich das Blatt für Senator John McCain aus. Seine Haltung zur Einwanderung, seine Ablehnung jeglicher Foltermethoden und seine Forderung, das Gefangenenlager auf Guantanamo Bay abzuschaffen, sollte auch Wähler der Mitte ansprechen, schrieb die "Los Angeles Times". Die "New York Times" hatte sich vergangenen Donnerstag hinter Clinton und McCain gestellt.
Obamas klare Ablehnung des Irak-Kriegs brachte ihm auch die Unterstützung von MoveOn.org ein. Clinton hingegen haben ihre damalige Entscheidung immer noch nicht richtig erklärt, hieß es. Das Land brauche nun einen Präsidenten, der den Krieg beende, eine universelle Gesundheitsversorgung einführe, sich um den Klimawandel kümmere und das Ansehen Amerikas in der Welt wieder verbessere, erklärte der Direktor der Organisation, Eli Pariser. In den 22 Wahlstaaten vom Dienstag hat MoveOn.org nach eigenen Angaben 1,7 Millionen Mitglieder.
Vor Dienstag wollte auch Talkshowmoderatorin Oprah Winfrey wieder Wahlkampf für ihren Freund Obama machen. Sie wollte am Sonntag in Los Angeles gemeinsam mit Obamas Frau Michelle und der Tochter des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy, Caroline Kennedy, für den Kandidaten werben. Kennedy hatte sich zuvor in einem aufsehenerregenden Editorial in der "New York Times" für Obama ausgesprochen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
