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Der Schlüssel zum Weißen Haus: McCain setzt alles auf Ohio

zuletzt aktualisiert: 31.10.2008 - 17:46

Washington (RPO). Vier Tage vor der Entscheidung im Rennen um das Weiße Haus setzt John McCain alles auf Ohio. Nur wenn es dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten gelingt, diesen US-Staat für sich zu gewinnen, kann er sich noch eine Chance auf einen Sieg über seinen demokratischen Konkurrenten Barack Obama ausrechnen.

John McCain kämpft in Ohio um jede Stimme.  Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP
John McCain kämpft in Ohio um jede Stimme. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP

McCain tourte am Donnerstag mit einem Bus durch Ohio und versprühte Zuversicht, es noch schaffen zu können, auch wenn die Umfragen derzeit etwas anderes sagen.

Der 72-Jährige wählte denn auch einen Ort mit dem symbolträchtigen Namen Defiance für eine Kundgebung - Defiance bedeutet Herausforderung oder auch Trotz. Vor vier Jahren hatte hier der Republikaner George W. Bush gewonnen. Sollte McCain hier verlieren, hätte er praktisch keine Chance mehr, noch die 270 Wahlmännerstimmen zu erreichen, die für einen Sieg gebraucht werden.

Rolle des Underdogs gefällt

Ihm liege die Rolle des Underdogs, des vermeintlich Schwächeren, sagte McCain in Defiance. "Die Experten haben mich schon abgeschrieben, wie sie das schon mehrere Male zuvor gemacht haben. Wir liegen ein paar Punkte hinten, aber wir kommen zurück." Vor einer Schule präsentierte er sich als bessere Alternative für den politischen Wechsel und wies darauf hin, dass Obama einem Gesetz für eine Steuerentlastung der Ölkonzerne zugestimmt habe. Dabei bezog er sich auf die jüngste Zwischenbilanz des Ölkonzerns Exxon Mobil mit einem Quartalsgewinn von 14,83 Milliarden Dollar.

Aber auch Obama lässt in seinem Wahlkampf nicht nach, um seinen Vorsprung noch weiter auszubauen. Er führte vor allem in den Staaten Wahlkampf, die bei den letzten Wahlen an die Republikaner gingen, darunter Florida, Virginia und Missouri.

In der jüngsten landesweiten Umfrage von CBS und "NY Times" lagen Obama und sein Vize Joe Biden bei 52 Prozent, McCain und Sarah Palin bei 39 Prozent. Ein Grund ist die wachsende Unzufriedenheit der US-Bürger mit Palin. Der Anteil derjenigen, die sie nicht geeignet für das Amt des Vizepräsidenten halten, stieg in einem Monat von 50 Prozent auf 59 Prozent.

Offenbar schon Vorbereitungen für Regierungsübernahme

Sowohl Obama als auch McCain haben mit Vorbereitungen auf eine mögliche Regierungsübernahme nach der Wahl am 4. November begonnen. Obama sprach dabei mit dem Kongressabgeordneten Rahm Emanuel über eine mögliche Berufung als Stabschef des Weißen Hauses, wie am Donnerstag aus der Demokratischen Partei verlautete. Offiziell wurden die Gespräche nicht bestätigt.

Die Informanten äußerten sich unter der Bedingung, dass sie anonym bleiben. Emanuel kommt aus Obamas Heimatstaat Illinois. Er arbeitete bereits bei Präsident Bill Clinton im Weißen Haus. Mittlerweile gehört er zur Führungsriege der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus.

Skinheads in Tennessee bleiben in Haft

(Memphis) Nach der Aufdeckung eines abstrusen Komplotts gegen Obama bleiben die zwei beschuldigten Skinheads weiter in Haft. Ein Richter in Memphis im US-Staat Tennessee akzeptierte am Donnerstag außerdem den Antrag der Verteidiger, die geplante Anhörung zu verschieben, um ihnen mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben. Die beiden Männer im Alter von 18 und 20 Jahren werden des illegalen Waffenbesitzes, der Verabredung zum Diebstahl von Waffen und der Bedrohung eines Präsidentschaftskandidaten beschuldigt.

Quelle: ap

 
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