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USA
Trumps Frau verklagt Medien auf Schmerzensgeld

Melania Trump verklagt Medien auf Schmerzensgeld
Melania Trump wehrt sich gegen Gerüchte über ihre Vergangenheit FOTO: rtr, CH/gs
New York. Donald Trumps Ehefrau Melania zieht gegen Medien zu Felde. Grund sind Spekulationen über ihre Vergangenheit. Unterstützt wird sie von einem besonders einschlägig erfahrenen Anwalt.

Melania Trump hat die britische "Daily Mail" und den US-Blogger Webster Tarpley auf 150 Millionen Dollar Schmerzensgeld verklagt. Grund sind Berichte, die ihr eine Vergangenheit als Escort-Dame unterstellt hatten, wie ihr Anwalt in einem von US-Medien verbreiteten Statement sagte.

Die Berichte drehten sich um Phase in den 90er Jahren, bevor Melania und Donald Trump zusammenkamen. Anwalt Charles Harder erklärte, sie seien zu 100 Prozent falsch und ungeheuer schädlich für die persönliche wie berufliche Reputation seiner Mandantin. Harder ist derjenige Anwalt, der auch den Wrestler Hulk Hogan in dessen erfolgreicher Millionenklage gegen die Webseite Gawker vertreten hatte.

 "Daily Mail" zieht Bericht zurück

Wenige Stunden nach Bekanntwerden der Klage zog die "Daily Mail" ihren Bericht zurück. Man habe weder behaupten noch unterstellen wollen, dass die vorliegenden Angaben wahr seien, heißt es in einem veröffentlichten Artikel. "Außerdem haben wir nicht beabsichtigt, zu behaupten oder zu unterstellen, dass Mrs. Trump jemals als Escort oder im Sex-Business gearbeitet hat."

Man ziehe die Berichterstattung zurück und bedauere alle Fehlinterpretationen, erklärte die Zeitung. Auf Anfrage erklärte Harder, die Klage werde gleichwohl aufrechterhalten.

Blogger beklagt Einschüchterung

Die Klage gegen den Blogger Tarpley ist vor dem Maryland State Court anhängig. Tarpley erklärte auf seiner Webseite, er halte die Klage für wertlos. Er sei zuversichtlich, dass es nicht gelingen werde, ihm nachzuweisen, dass die veröffentlichten Angaben diffamierend gewesen seien. "Ihre Klage ist ein unverhohlener Versuch, nicht nur mich einschüchtern, sondern alle Journalisten zum Schweigen zu bringen, die sich mit öffentlichen Personen beschäftigen", schreibt Tarpley. Die Klage sei ein Anschlag auf das verfassungsrechtlich verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung.

Melania Trump spielt im Wahlkampf ihres Mannes eine eher untergeordnete Rolle. Schlagzeilen machte sie zuletzt, als sie nach Medienberichten über einen erlogenen Uni-Abschluss ihre Webseite aus dem Internet nahm. Trump stammt aus Slowenien und arbeitete später als Model. Sie wanderte 1996 in die USA aus.

(crwo/dpa)
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