Michelle Obama wird die neue First Lady der USA. Ihr Mann Barack Obama feierte bei der Wahl gegen John McCain den Sieg und wird am 20 Januar als 44. Präsident vereidigt. Wir stellen Ihnen Michelle im Porträt vor.
Ihre Liebe Geheiratet hatte sie Barack erst nach einigem Zögern. Er hingegen war sofort Feuer und Flamme. Michelle widersetzte sich, versuchte sogar, ersatzweise eine Liaison zwischen Barack und einer ihrer Freundinnen einzufädeln. Irgendwann gab sie nach. In einer Eisdiele hatten die beiden ihr erstes Rendezvous.
Ihr Temperament Wer Michelle im Wahlkampf reden hörte, erlebte eine Powerfrau mit dem Temperament eines Vulkans. „Barack ist der Faktenmensch“, sagte sie oft, wenn sie das Rollenspiel in ihrer Ehe beschrieb. Und manchmal, fügte sie ironisch hinzu, „manchmal hat er sogar recht“.
Ihre Größe „Na, wenigstens bist du groß genug“, soll Craig, Baracks späterer Schwager, gespöttelt haben, als es ernst wurde. Craigs Schwester, gut 1,80 Meter lang, hatte Schwierigkeiten, Freunde zu finden, die ihr nicht nur gefielen, sondern auch dann noch auf gleicher Augenhöhe mit ihr standen, wenn sie hochhackige Schuhe trug.
Ihre Herkunft Geboren wurde sie am 17. Januar 1964 in Chicago, Illinois.
Ihre Kindheit Aufgewachsen ist sie in der South Side, einem vornehmlich von Afroamerikanern bewohnten Armenviertel im Süden Chicagos. Ihr Vater Frasier wartete die Pumpen der kommunalen Wasserbetriebe, obwohl er an Multiple Sklerose litt. Eiserne Disziplin soll ihn ausgezeichnet haben.
Ihre Eltern Michelles Mutter Marian hütete das Haus. Die Robinsons wohnten zur Miete in einem bescheidenen Bungalow, was im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ als unterste Stufe der Wohnpyramide gilt.
Ihre Bedeutung Die frühere Michelle Robinson wird eine First Lady, die aus schlichtesten Verhältnissen stammt, der Gegenentwurf zur schillernd-reichen Nancy Reagan, selbst noch ein Kontrast zu Hillary Clinton, der wohlbehüteten Tochter einer typischen Mittelklassefamilie.
Ihre Intelligenz In der Schule war sie so gut, dass sie die zweite Klasse überspringen konnte. Ihre schnelle Auffassungsgabe sicherte ihr einen Studienplatz in Princeton, einer Eliteuniversität. Auf Princeton folgte ein Jurastudium in Harvard, dem Nobelsten, was der Akademiebetrieb der USA zu bieten hat.
Ihr politisches Denken Schon während ihrer Unizeit hat sie sich politisch und sozial angagiert. Oft hat sie über die Schablonen des alten Denkens geklagt: „Es scheint mir oft, dass ich in erster Linie eine Schwarze bin und erst in zweiter Linie Studentin.“ Mit ihren oft klar formulierten Ansichten hält sie sich zurück, seitdem Barack so sehr im Fokus steht.
Ihr Aufstieg Zurückgekehrt in ihre Heimatstadt, arbeitete Michelle zunächst in einer Kanzlei, danach als Assistentin des Langzeitbürgermeisters Richard Daley. Schließlich kümmerte sie sich an der University of Chicago um Außenbeziehungen – bis sie dann mit in den Wahlkampf einstieg.
Baracks Stütze Für Barack Obama waren sie das, wonach er sich immer sehnte: eine intakte Familie, die über lange Zeit am selben Fleck lebte, die zwar kein Geld hatte, aber zusammenhielt. In der Verbindung zu Michelle Robinson suchte er etwas, was ihm gefehlt hatte. Stabilität.
Ihre Kinder Das Ehepaar Obama hat zwei Töchter: Malia (r.), geboren 1998 und Sasha, geboren 2001.