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US-Vorwahlen: Obama gewinnt in North Carolina, Clinton in Indiana

zuletzt aktualisiert: 07.05.2008 - 05:56

Raleigh/Indianapolis (RPO). Triumph für Barack Obama in North Carolina, knapper Sieg für Hillary Clinton in Indiana: Bei den letzten großen Vorwahlen der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA konnten beide Kandidaten Siege verbuchen. Eine Entscheidung ist aber immer noch nicht gefallen.

In North Carolina kam Obama nach Auszählung von 47 Prozent der Wahlkreise auf 59 Prozent der Stimmen, seine Rivalin Hillary Clinton auf 41 Prozent. Bei den gleichzeitig stattfindenden Vorwahlen in Indiana lag Clinton vorn. Clinton kam auf 52 Prozent der Stimmen, Obama auf 48 Prozent. Die New Yorker Senatorin musste in Indiana gewinnen, um gegen Obama überhaupt noch ernsthaft eine Chance zu haben.

Obama sprach in North Carolina von einem Sieg über die "Politik der Spaltung und die Politik der Ablenkung". Er habe es geschafft, sich gegen eine negative Politik durchzusetzen, bei der es darum gehen, Punkte zu gewinnen und nicht Probleme zu lösen. Die Amerikaner suchten "nach ehrlichen Antworten", sagte Obama vor Anhänger in Raleigh.

Er bestätigte den Sieg seiner Konkurrentin bei der Vorwahl im US-Bundesstaat Indiana. Clinton scheine gewonnen zu haben, sagte der Senator aus Illinois am Dienstagabend (Ortszeit) in Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina. Er gratulierte der Senatorin aus New York bereits, während einige US-Fernsehsender noch von einem engen Rennen sprachen und zunächst keinen Sieger bekanntgaben. 

Wen die Demokraten gegen den Republikaner McCain ins Rennen ums Weiße Haus schicken, entscheidet sich vermutlich erst Ende August beim Nominierungsparteitag in Denver. In den beiden US-Staaten North Carolina und Indiana waren insgesamt 187 Delegiertenstimmen zu vergeben. Mit dem klaren Sieg in North Carolina konnte Obama seine Führung bei der Zahl der Delegiertenstimmen auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten ausbauen. Obama hat demnach nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP 1785 Delegierte hinter sich, Clinton kommt auf 1639 - für die Wahl zum Kandidaten sind mindestens 2025 Stimmen erforderlich.

Entscheidend werden dann die Stimmen der sogenannten Superdelegierten sein. Obama konnte sich am Montag die Unterstützung von zwei weiteren dieser Delegierten sichern, die in ihrem Stimmverhalten nicht festgelegt sind. Er kann nun auf 255 Superdelegierte zählen, Clinton auf 269.

Beide haben angekündigt, ihre Bewerbung auch im Juni weiterzuverfolgen. Für Obama war ein klarer Sieg in North Carolina wichtig, um Zweifel auszuräumen, er könnte sich bei der Wahl um die Nachfolge von US-Präsident George W. Bush nicht gegen den designierten republikanischen Kandidaten John McCain durchsetzen. Obama ging aber auch als klarer Favorit ins Rennen in North Carolina, weil in dem Südstaat zahlreiche Schwarze zur Wahl gingen.

Quelle: ap

 
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