Großmutter erkrankt: Obama unterbricht seinen Wahlkampf
zuletzt aktualisiert: 21.10.2008 - 06:13Orlando (RPO). Wegen einer ernsten Erkrankung seiner 85-jährigen Großmutter hat Barack Obama seinen Wahlkampf unterbrochen. Obama wird nach Hawaii fliegen, wo Madelyn Payne Dunham lebt. Dunham wurde Ende vergangener Woche aus dem Krankenhaus entlassen. Ihr Gesundheitszustand habe sich aber verschlechtert, die Lage sei ernst, sagte ein Sprecher Obamas.
Am Samstag werde der demokratische Präsidentschaftsbewerber wieder in den Wahlkampf einsteigen. Dunham sei neben seiner Mutter und seinem Großvater einer der wichtigsten Menschen in Obamas Leben, Obamas Sprecher Robert Gibbs in Florida. . Jeder habe deshalb Verständnis für die Entscheidung des Senators. Über die Art der Erkrankung sagte der Sprecher nichts.
Obama und Hillary Clinton kämpfen Seite an Seite
Obama und seine frühere Rivalin Hillary Clinton kämpften unterdessen in Florida Seite an Seite um Wählerstimmen. Es war der erste gemeinsame Auftritt der einstigen erbitterten Gegner um die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten seit Anfang Juli.
Vor mehr als 50.000 Menschen forderte am Montag zunächst Clinton in einer 15-minütigen Rede, die Herrschaft der Republikaner über das Weiße Haus müsse beendet werden. Anschließend wandte sich Obama an die Menge. Dabei ging er besonders auf die wirtschaftliche Lage in dem Staat ein: In Florida liegt die Arbeitslosenrate über dem Durchschnitt, außerdem sind besonders viele Menschen von Zwangsversteigerungen betroffen.
Der Staat war 2000 bei Präsident George W. Bushs Sieg über Al Gore ausschlaggebend. Für den Wahlkampf in Florida hat Obama zwei komplette Tage eingeplant.
McCain kämpft um Missouri
Der republikanische Bewerber John McCain konzentrierte sich unterdessen auf den Staat Missouri, in dem er Umfragen zufolge mit Obama praktisch gleichauf liegt. Der amtierende Präsident George W. Bush siegte dort zwei Mal. Am Montag griffen McCain und sein Wahlkampfteam vor 2.000 Menschen in St. Louis Obama als einen "Liberalen" an und kritisierten die Berichterstattung der Medien.
Seine Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin, Sarah Palin, nahm McCain vor Angriffen der "feministischen Linken" in Schutz. Zu einer Wahlveranstaltung Obamas waren am Samstag 100.000 Menschen gekommen.
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