In dem Moment, als die US-Medien den Wahlsieg von Barack Obama ausriefen, ist der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson in Freudentränen ausgebrochen.
Der Baptistenpastor und Politiker hatte sich 1984 als zweiter Afro-Amerikaner nach Shirley Chisholm (1972) um das höchste Staatsamt beworben. Mit 3,5 Millionen Stimmen wurde Jackson allerdings nur Dritter bei den Vorwahlen der Demokraten, die Nominierung ging letztendlich an Walther Mondale.
1988 war Jackson erneut angetreten und konnte seinen Stimmenanteil verdoppeln. Die Nominierung blieb im jedoch erneut verwehrt.
Für Jackson stellte die Wahl des ersten afro-amerikanischen Präsidenten nun einen sichtlich bewegenden Moment dar. Sein Gesicht wurde sogar auf der Großleinwand im Grant Park/Chicago angeworfen.
Zuvor hatte Jackson inmitten tausender Obama-Anhänger die Ereignisse auf den Fernsehschirmen verfolgt.
Im ganzen Land feierte die schwarze Gemeinde den Sieg des 47-jährigen Senators aus Illinois.