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Stimmen vom RP-Forum: Obama weckt Hoffnungen auf eine neue Politik

zuletzt aktualisiert: 05.11.2008 - 09:02

Düsseldorf (RPO). Der Düsseldorfer Politikwissenschaftler Ulrich von Alemann sieht in der Entscheidung für Barack Obama die Basis für ein neues Vertrauen in die Politik gelegt. Motiv der Amerikaner zur Wahl zu gehen, sei zunächst die Enttäuschung über die vier vergangenen Bush-Jahre gewesen. Die aber werde nun von Hoffnung verdrängt.

Von Obama hat Alemann eine hohe Meinung. Beim Election Breakfast der Rheinischen Post zur US-Wahl charakterisiert er ihn im Gespräch mit RP-Außenpolitik-Chef als einen kühlen Analytiker, der gleichzeitig über großes Charisma verfügt. Wie Alemann findet, eine ausgesprochen seltene Kombination.

Alemann warnt mit Nachdruck vor zu hohen Erwartungen. Die Begeisterung, die Obama entfacht habe, könne nicht über Jahre anhalten. Die Euphorie müsse in konstruktive Politik umgesetzt werden. Der kühl abwägende Obama ist nach Auffassung des Wissenschaftlers genau der richtige Mann dafür.

Die Spaltung des Landes werde jedoch selbst Obama nicht zeitnah überwinden können. Den ersten Schritt habe der kommende Präsident jedoch getan, indem er die traditionell republikanische Staaten wie Virginia oder Ohio erobert habe. Eine große Leistung, wie Alemann findet.

„Lässt sich diese Euphorie auf Deutschland übertragen?“, fragt Außenpolitik-Chef Godehard Uhlemann nach den möglichen Auswirkungen. Alemann will das nicht ausschließen. „Vielleicht springt ein Funke über“, sagt der Politk-Professor, weist aber auf die grundlegend andere politische Kultur Deutschlands hin. Sein Fazit klingt dennoch optimistisch: „Neues Vertrauen ist möglich.“

Stimmen, Diskussionen, Meinungen - beim Election Breakfast der Rheinischen Post kamen Journalisten und Experten zusammen. Chefredakteur Sven Gösmann und Außenpolitik-Chef Godehard Uhlemann führten durch die Veranstaltung. Hier finden Sie die Zusammenfassung.


 
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