"Zuckerbrot und Peitsche": Obama will Teheran hart anfassen
zuletzt aktualisiert: 07.12.2008 - 19:34Washington (RPO). Der schwelende Konflikt mit Iran könnte demnächst eine neue Wendung bekommen. Barack Obama will auf das wegen seines Atomprogramms international geächtet Land zugehen. Der designierte US-Präsident kündigte eine Politik von "Zuckerbrot und Peitsche" an.
Eine "harte, aber direkte Diplomatie" sei erforderlich, um Teheran zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen, sagte Obama am Sonntag in der Talkshow "Meet The Press" im US-Fernsehsender NBC. Der künftige US-Präsident bekräftigte damit seine Ankündigungen aus dem Wahlkampf, nach denen die neue US-Regierung die seit drei Jahrzehnten bestehende Verweigerung direkter Gespräche mit Teheran überwinden soll.
Nach seinem Amtsantritt am 20. Januar werde er deutlich machen, dass nicht nur Teherans Atomprogramm "unannehmbar" sei, sondern auch seine Unterstützung der Palästinenserorganisation Hamas und der Hisbollah im Libanon sowie seine "Drohungen gegen Israel", kündigte Obama an. Er stellte Teheran einerseits Wirtschafts- und Handelsanreize in Aussicht. Andererseits plädierte er für die Verschärfung der gegen den Iran verhängten Sanktionen in Zusammenarbeit unter anderem mit Teherans großen Handelspartnern China, Indien und Russland.
Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hatte am Samstag in Telefonaten mit Obamas künftigen Ministern für Äußeres und Verteidigung, Hillary Clinton und Robert Gates, angesichts des iranischen Atomprogramms zur Zusammenarbeit aufgefordert. Israel verdächtigt den Iran, Atomwaffen zu entwickeln und schließt ein militärisches Vorgehen gegen Teheran nicht aus.
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