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Barack Obama stellt sein Regierungsteam zusammen. Die meisten Kandidaten für das Kabinett und sein Beraterteam stehen schon fest. Viele gelten als brilliant. Hier ein Blick auf Obamas Mannschaft.
Vizepräsident: Joe Biden (demokratische Partei), Experte für Außenpolitik und bekannt für seine bissige Rhetorik.
Außenministerin: Hillary Clinton (Demokraten) übernimmt das wichtige Amt der Außenministerin. Obama setzte damit ein zeichen der Versöhnung und bindet gleichzeitig seine ehemalige Rivalin die Kabinettsdisziplin mit ein.
Stabschef: Der für seine gelegentlich raue Methoden berüchtigte Rahm Emanuel (Demokraten) wird der künftige Stabschef des Weißen Hauses. Er gilt als begnadeter Strippenzieher.
Finanzen: Der New Yorker Notenbankpräsident Timothy Geithner (parteilos) soll neuer Finanzminister werden. Er gilt als erwieserner Fachmann mit einer ausgeprägt nüchternen Denkweise. Für die Aufarbeitung der Finanzkrise ist er nach Ansicht vieler Banker und Ökonomen genau der richtige Mann.
Verteidigung: Der Republikaner Robert Gates war schon unter Bush Chef des Pentagon und bleibt im Amt. Obama will mit ihm Kontinuität beweisen. Etliche Militärs stehen dem neuen Präsidenten sehr skeptisch gegenüber. Gates soll ein Bindeglied herstellen.
Verkehr: Noch ein Republikaner im Obama-Team: Der 63-jährige Ray LaHood übernimmt das Verkehrsressort. Als erwiesener Sachexperte gilt er allerdings nicht.
Energie und Umwelt: Wieder ein starkes Signal: Obama berief den Nobelpreisträger und ausgewiesenen Klimaschützer Steven Chu (parteilos) als Energieminister.
Sonderbeauftragte: An Chus Seite steht Carol Browner (demokratische Partei). Sie übernimmt das neugeschaffene Amt einer Koordinatorin für Energie-, Umwelt- und Klimaschutzstrategien. Unter US-Präsident Bill Clinton besetzte sie bereits eine ranghohe Position in der Umweltschutzbehörde (EPA).
Gesundheit: Tom Daschle (Demokraten), ehemaliger Senatsführer der Demokratischen Partei, wird neuer Gesundheitsminister. Obama will das US-System im Gesundheitssystem von Grund auf reformieren. Daschle hat sein profundes Wissen über das Gebiet kürzlich in einem Buch unter Beweis gestellt.
Justiz: Der Einser-Jurist Eric Holder (Demokraten) soll neuer Justizminister der Vereinigten Staaten werden. Der im armen New Yorker Stadtteil Bronx geborene Politiker wird der erste Afroamerikaner auf diesem wichtigen Posten sein.
Landwirtschaft: Das Ressort für Landwirtschaft übernimmt der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaates Iowa, Tom Vilsack (demokratische Partei).
Innenminister: Ken Salazar (Demokraten) präsentierte sich bei seiner Benennung als bodenständiger Amerikaner. Salazar war bislang Senator von Colorado. Das Innenministerium der USA befasst sich überwiegend mit Umweltfragen wie etwa dem Schutz von Landschaften.
Ministerium für Heimatschutz: Die Gouverneurin des Bundestaates Arizona, Janet Napolitano (Demokratischen Partei) wird Chefin des Ministeriums für Heimatschutz. Eine extrem wichtige Aufgabe, die untrer anderem die Terrorabwehr umfasst.
Bildung: Arne Duncan (Demokratische Partei) kümmert sich um das Bildungsressort. Er hat wie Obama seine politische Heimat in Chicago. Er gilt als reformfreudig und durchsetzungsstark. Seine Hautaufgabe: Die Reform des Schulsystems.
Umweltschutz: Lisa Jackson (Demokraten), die frühere Direktorin der Umweltschutzbehörde von New Jersey, wird unter Obama zur Chefin der Umweltschutzbehörde (EPA).
Pressesprecher: Sein bisheriger Wahlkampfssprecher Robert Gibbs (Demokraten) wird auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Der 37-Jährige wird neuer Sprecher des Weißen Hauses.
Kriegsveteranminister: Eric Shinseki
Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates: Larry Summers
Nationaler Sicherheitsberater: James Jones
Bauminister: Shaun Donovan
US-Botschafterin bei der UN: Susan Rice
Der Chef-Berater: Nicht aus Obamas Team wegzudenken ist Wahlkampfmanager David Axelrod. Er gilt als der Obama-Macher. Auch er ist Mitglied der Demokraten.
Obamas Beraterzirkel: Ebenfalls in engsten Kreis ist Greg Craig gesetzt, Anwalt des früheren Präsidenten Bill Clinton während dessen Amtsenthebungsverfahren.
Obamas Beraterzirkel: Sonal Shah (parteilos) soll bald zu einem dreiköpfigen Führungsteam gehören, das für Obama in der Übergangsphase Konzepte für die Bereiche Technologie und Innovation vorlegt. Shah ist Managerin bei Google. Ob sie in Obamas Team auch zukünftig eine tragende Rolle bekommt, ist unklar.
Obamas Beraterzirkel: Außerdem gehören die Anwältin Lisa Brown (Foto), die Clintons ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore beraten hat, und Chris Lu dem sogenannten West Wing Staff an.
Obamas Beraterzirkel: Phil Schiliro (Demokraten) berät Obama in Gesetzgebungsverfahren. Der erfahrene Parlamentarier dient als Schnittstelle zum Kongress.
Obamas Beraterzirkel: Den früheren Notenbankchef Paul Volcker (Demokratische Partei) hat Obama zu seinem Wirtschaftsberater ernannt.
Obamas engster Berater: Natürlich gehört auch Obamas Frau Michelle zum Kreis seiner engsten Vertrauten. Erwiesenermaßen legt er großen Wert auf seiner Frau. Michelle Obama gilt als Frau mit großem analytischem und strategischem Geschick. Im Wahlkampf haben die zwei bereits bewiesen: Yes, we can.
Obama hat ein Team aus Absolventen hochkarätiger Elite-Universitäten versammelt. "Die Qualität des gesamten Beratungspersonals Obamas ist schlicht herausragend“, sagt Werner Hoyer (FDP), ehemaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt.