kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
USA Parteitag Denokraten michelle obama panorama ap 080826
  Foto: AP
Kommentare ()

Michelle Obama eröffnet Parteitag: Rührstück zum Auftakt

zuletzt aktualisiert: 26.08.2008 - 08:46

Denver (RPO). Michelle Obama hat den Parteitag der Demokraten mit einer kalkuliert emotionalen Rede eröffnet. Sie zelebriert eine Obama-Messe, eine perfekt inszenierte Familien-Show. Auch ihre Töchter haben ihre fest zugewiesene Rolle. Zu Tränen rührte der Auftritt des an Krebs erkrankten Senators Edward Kennedy.

Zum Auftakt ihres Parteitags in Denver haben sich die Demokraten in den USA nach einem erbitterten Vorwahlkampf um Geschlossenheit bemüht. Erster Höhepunkt der viertägigen Versammlung war am Montag eine emotionale Ansprache von Michelle Obama, der Frau des designierten Präsidentschaftskandidaten. Sie zelebriert eine Obama-Messe, eine perfekt inszenierte Show. 13 charakteristische Momente haben wir hier für Sie eingefangen.

Familienwerte und der amerikanische Traum seien zentrale Antriebskräfte für die Präsidentschaftskandidatur ihres Mannes Barack, führte Michelle Obama vor den mehr als 4.000 Delegierten aus. Sie beschrieb ihre eigene Kindheit in einer Arbeiterfamilie in Chicago. Barack Obama habe einen ähnlichen Werdegang gehabt und teile die gleichen Überzeugungen und Hoffnungen mit Millionen Amerikanern, sagte sie. "Ich liebe dieses Land", versicherte Michelle Obama mit Blick auf wiederholt öffentlich geäußerte Zweifel am Patriotismus ihrer Familie. Zusammen mit ihrem Mann fühle sie sich verpflichtet, im Interesse ihrer und aller Kinder für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

Wahlprogramm verabschiedet

Nach der Rede holte sie ihre beiden Töchter Sasha und Malia auf die Bühne, während ihr Mann über eine Satellitenverbindung auf der Leinwand erschien und sich mit einem Gruß an die Versammlung wandte. Der Parteitag will Obama offiziell zum Präsidentschaftskandidaten wählen. Höhepunkt der Versammlung ist eine Rede Obamas am Donnerstag, in der er die Kandidatur annehmen will. Um ihm dafür ein möglichst großes Podium zu bieten, wurde diese Rede in ein Stadion in Denver verlegt, das Platz bietet für 75.000 Menschen.

In einem ersten formellen Akt des Parteitags verabschiedeten die Demokraten ein Wahlprogramm, das zentrale Forderungen des designierten Präsidentschaftskandidaten Barack Obama enthält. Dazu gehören der Abzug der US-Kampftruppen aus dem Irak innerhalb von 16 Monaten, ein Paket zur Belebung der Konjunktur, eine allgemeine Krankenversicherung und höhere Steuern für Haushalte mit einem Jahreseinkommen von mehr als 250.000 Dollar (170.000 Euro).

Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi forderte die Partei zur Geschlossenheit auf. Sie räumte ein, dass der Prozess der Versöhnung nach dem erbitterten Vorwahlkampf zwischen Obama und Hillary Clinton noch nicht abgeschlossen sei. Es sei aber nicht produktiv, weiter in diesem Streit zu schwelgen, sagte Pelosi und erklärte vor den Delegierten: "Die Demokraten werden diese Versammlung in Denver geeint, organisiert und stärker denn je verlassen, um Amerika mit Barack Obama als Präsident und Joe Biden als Vizepräsident in eine neue Richtung zu bringen."

Edward Kennedy: "Der Traum lebt weiter"

Aufsehen erregte bei der Eröffnung des Parteitags die Anwesenheit des krebskranken Senators Edward Kennedy. Er rief zur Unterstützung Obamas auf und sagte: "Die Arbeit beginnt von neuem, die Hoffnung wächst wieder, und der Traum lebt weiter." Trotz der andauernden Behandlung wegen eines Hirntumors sagte Kennedy, er verspreche, dass er auch nach der Wahl im November wieder seinen Sitz im Senat einnehmen werde. Auf dem Parteitag wurde auch ein Film zu Ehren Kennedys gezeigt, der als Idol der liberalen Bewegung in den USA gilt und die politische Dynastie des einst als Hoffnungsträger gewählten Präsidenten John F. Kennedy verkörpert.

Die Wahl des Kandidaten beginnt am Mittwochabend, wenn die Delegierten der einzelnen US-Staaten ihre Stimmen abgeben. Die Parteitagsregie sieht dem Vernehmen nach vor, dass die Delegierten zunächst sowohl ihre Stimmen für Obama und Hillary Clinton abgeben. Dann aber soll Clinton ihre Delegierten aufrufen, für Obama zu stimmen.

Obama zeigte sich am Montag überzeugt, dass seine ehemalige innerparteiliche Rivalin sowie deren Ehemann Bill nun voll hinter ihm stehen. Die Clintons hätten ihm ihre Unterstützung nicht deutlicher zeigen können, sagte Obama nach einem Wahlkampfauftritt in Iowa. Er habe Verständnis dafür, dass nach dem heftig geführten innerparteilichen Wahlkampf einige von Clintons Anhängern nun zögerten, ihn zu unterstützen. Der Parteitag in Denver werde jedoch dazu beitragen, die Demokratische Partei wieder zu einen und ihr die für einen Wahlsieg am 4. November notwendige Geschlossenheit geben, sagte Obama.

Nach jüngsten Umfragen wollen immer noch 30 Prozent der Anhänger Clintons den republikanischen Kandidaten John McCain wählen oder überhaupt nicht zur Wahl gehen. In den landesweiten Umfragen hat McCain zuletzt deutlich aufgeholt und liegt nun gleichauf mit Obama. Die Republikaner kommen in der nächsten Woche in St. Paul in Minnesota zu ihrem Parteitag zusammen.

Alle Infos zum Wahlkampf in den USA in unserem Special.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Beim weltweit größten privaten Gelddrucker De La Rue, in einer Großdruckerei in der Nähe des britischen Manchester. mehr 

Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Referendum in Irland

Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Die irische Regierung geht offenbar davon aus, dass eine Mehrheit der Bürger im Referendum für den EU-Fiskalpakt gestimmt hat. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Germany European Financial Crisis krise euro

Referendum in Irland

Regierung rechnet mit Mehrheit für Fiskalpakt

Die irische Regierung geht offenbar davon aus, dass eine deutliche Mehrheit der Bürger im Referendum für den EU-Fiskalpakt gestimmt hat. mehr

 

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

 

Nahostreise des Bundespräsidenten

Gauck fordert Palästinenser zu Friedensgesprächen auf

 

Nach Selbstverbrennung in Lhasa

China startet Verhaftungswelle in Tibet

 

Ingenieur im Januar verschleppt

In Nigeria entführter Deutscher getötet

 
Top-Services