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McCain holt sich Unterstützung: Schwarzenegger lästert über Obamas Figur

zuletzt aktualisiert: 01.11.2008 - 15:08

Columbus/Chicago (RPO). John McCain hat sich im Kampf um die Wählerstimmen in dem für ihn wichtigen Staat Ohio prominente Unterstützung von dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger geholt. Und der ehemalige Schauspieler machte sich sofort über Barack Obamas Figur lustig.

Arnold Schwarzenegger unterstützt John McCain.  Foto: AP, AP
Arnold Schwarzenegger unterstützt John McCain. Foto: AP, AP

Die drahtige, schmale Figur des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Obama hat den Spott von Ex-Muskelmann Arnold Schwarzenegger auf sich gezogen. Er lade Obama ein, den von ihm alljährlich veranstalteten Bodybuilder-Wettbewerb "Arnold Classic" in Columbus zu besuchen, sagte Schwarzenegger am Freitag (Ortszeit) bei einer Wahlkampf-Veranstaltung seines Parteifreundes und Obama-Rivalen John McCain in Columbus.

Obama müsse etwas "gegen diese dürren Beine" machen. Er werde ihm ein bißchen Training verordnen: "Und dann lassen wir ihn ein paar Bizeps-Übungen machen, um seine dünnen Ärmchen zu kräftigen."

Vor allem gehe es aber darum, dass Obama seine politischen Ideen anfüttere - seine Ideen "brauchen Fleisch auf den Rippen", sagte Schwarzenegger, ein früherer "Mister Universe" vor Tausenden jubelnden Zuhörern. "Senator McCain dagegen ist gebaut wie ein Fels. Sein Charakter und seine Ansichten sind grundsolide", fügte Schwarzenegger hinzu.

Schwarzenegger lobt McCain

Den republikanischen Präsidentschaftskandidaten und Vietnamkriegs-Veteranen McCain hingegen lobte Schwarzenegger als einen "wahren Helden". "John McCain hat seinem Land in einem Kriegsgefangenenlager länger gedient als sein Kontrahent im Senat der Vereinigten Staaten", rief Schwarzenegger aus. "Ich habe nur einen Action-Helden im Film gespielt. John McCain aber ist ein wirklicher Action-Held." McCain verbrachte mehr als fünf Jahre in nordvietnamesischer Kriegsgefangenschaft, Obama sitzt erst seit knapp vier Jahren im US-Senat.

Die Kundgebung in Columbus bildete den Abschluss von McCains zweitägiger Bustour durch Ohio. Er muss diese republikanische Hochburg wieder erobern, wenn er die Präsidentenwahl am Dienstag für sich entscheiden will. Trotz für ihn negativer Umfragen versprühte McCain Zuversicht, es noch schaffen zu können. Sollte McCain in Ohio verlieren, hätte er praktisch keine Chance mehr, noch die 270 Wahlmännerstimmen zu erreichen, die für einen Sieg gebraucht werden.

Obama hat Stress mit Journalisten

Obama hatte unterdessen in Chicago seine liebe Not mit neugierigen Journalisten, die ihn während einer kurzen Wahlkampfpause beim Spaziergang mit seiner siebenjährigen Tochter Sasha verfolgten. Journalisten hatten sich an die Fersen des 47-Jährigen geheftet, der Sasha zu einer Halloween-Party bringen wollte - bis es Obama zu viel wurde: "Okay Leute, das reicht - ihr habt jetzt eure Bilder. Lasst uns in Ruhe. Los, Leute - ab mit euch in den (Presse-)Bus", sagte der sichtlich verärgerte Obama, der seine Sonnenbrille abnahm und die Journalisten wütend anstarrte.

In Begleitung seiner Bodyguards und mit Sasha an der Hand legte er dann Jogging-Tempo ein. Obama hatte einen Zwischenstopp daheim eingelegt, um Sasha und seine ältere Tochter, die zehnjährige Malia, zu sehen.

Ein großes Special zur US-Wahl finden Sie hier.

Quelle: afp

 
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