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+++ Obama-Ticker +++
So lief Obamas großer Tag

Amtseinführung 2009: Obamas großer Tag in Bildern
Amtseinführung 2009: Obamas großer Tag in Bildern FOTO: AP
Düsseldorf (RPO). Barack Obama ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Obama leistete am Dienstag vor Millionen seiner Anhänger den Amtseid vor dem Kapitol in Washington und sprach zu den Menschen. Wir berichten laufend aktuell. Von Andre Schall und Philipp Stempel

22.56 Uhr: Nach ihrer Ankunft im Weißen Haus verfolgen die Obamas von einer eigens für diesen Tag gezimmerten Tribüne das Defilee der traditionellen Inaugurationsparade. An der Parade nehmen mehr als zehntausend Soldaten und Zivilisten teil.

22.50 Uhr: Nach einem umjubelten Zug durch die Innenstadt von Washington hat der neue US-Präsident Barack Obama das Weiße Haus erreicht. Knapp fünf Stunden nach seinem Amtseid betritt Obama erstmals in seiner neuen Funktion als US-Präsident den Amtssitz, von dem aus er in den kommenden vier Jahren die USA regieren wird.

22.20 Uhr: Barack Obama lässt es sich nicht nehmen, aus der Limousine auszusteigen und ein Stück des Weges zu Fuß zu absolvieren. Die Menge winkt dem neuen Präsidenten begeistert zu.

21.06 Uhr: Der an einem Gehirntumor erkrankte US-Senator Edward Kennedy hat beim feierlichen Mittagessen mit dem neuen US-Präsidenten Barack Obama offenbar einen Schwächeanfall erlitten. Er wurde mit einem Krankenwagen in die Klinik gefahren. Später hieß, der 76-Jährige sei bei Bewusstsein und werde im Washington Hospital Center ärztlich untersucht.

20.30 Uhr: Die große Parade entlang der Pennsylvania Avenue hat begonnen. Aus jedem Bundestaat ist mindestens eine Musikgruppe auf der 2,7 Kilometer langen Strecke vertreten.

20.09 Uhr: Papst Benedikt XVI. hat dem neuen US-Präsidenten Barack Obama Erfolg und Gottes Segen gewünscht. Das Oberhaupt der Katholischen Kirche äußerte am Dienstag in einem vom Vatikan veröffentlichten Telegramm die Hoffnung, dass Obama zu gegenseitigem Verständnis, zu Zusammenarbeit und Frieden unter den Nationen beitrage.

19.45 Uhr: Die große Parade beginnt um 20.30 Uhr. Dann wird sich Obama in Richtung Weißes Haus aufmachen und seinen ersten Arbeitstag im Oval Office absolvieren.

19.17 Uhr: Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering erwartet, dass der Führungswechsel in Washington neue Anforderungen an Deutschland und Europa mit sich bringt. Der neue US-Präsident Barack Obama werde für Deutsche und Europäer anstrengend sein und sie fordern, sagte Müntefering im Interview mit der "Passauer Neuen Presse". "Das können wir aber auch gebrauchen", fügte der SPD-Chef hinzu.

19.16 Uhr: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sagte Obama in seiner Gratulation zu, "Hand in Hand zu arbeiten", um sich gemeinsam mit den USA den weltweiten "enormen Herausforderungen" zu stelen.

19.10 Uhr: Großbritanniens Regierungschef Gordon Brown hat die Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama am Dienstag als "neues Kapitel in der Geschichte Amerikas und der Welt" bezeichnet. Obama sei "ein Mann großer Visionen" mit viel Energie und großen moralischen Zielen, sagte Brown am Dienstag in London, nachdem Obama seinen Eid abgelegt hatte.

19.03 Uhr: Obama hat sich nun ins Kapitol zurückgezogen. Gegen 20.30 Uhr wird die Parade zu Ehren des neuen Präsidenten starten, der sich dann auf den Weg ins Weiße Haus macht.

19.02 Uhr: Der bisherige US-Vizepräsident Dick Cheney hat die komplette Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden im Rollstuhl verfolgt. Das Weiße Haus erklärte, dass sich Cheney beim Transport von Kisten eine Muskelverletzung im Rücken zugezogen habe. Der 68-Jährige zieht mit seiner Frau in ein neues Haus in McLean im US-Staat Virginia um. Bei der Amtseinführung von Biden und dem neuen US-Präsidenten Barack Obama saß Cheney in der Nähe der anderen ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore, Dan Quayle und Walter Mondale.

18.57 Uhr: Bushs Helikopter hebt ab. Die Maschine wird den Ex-Präsidenten zur nahegelegenen Andrews Air Force Base bringen. Von dort aus wird Bush nach Texas fliegen.

18.52 Uhr: Obama war laut Verfassung übrigens schon um exakt 12.00 Uhr Präsident, obwohl er den Amtseid aufgrund von Verzögerungen erst wenige Minuten später leistete.

18.50 Uhr: Präsident Obama begleitet Ex-Präsident Bush zu einem wartenden Helikopter. Der Machtwechsel wird damit symbolisch abgeschlossen. Bush winkt noch einmal in die Kamera, er wird nun in seine texanische Heimat abreisen.

18.47 Uhr: Bundespräsident Horst Köhler hat Barack Obama im Namen aller deutschen Bürger zu seinem Amtsantritt als US-Präsident gratuliert und ihn nach Deutschland eingeladen. In einem am Dienstag veröffentlichten Telegramm schrieb das deutsche Staatsoberhaupt: "In Deutschland stehen Sie für Aufbruch, Zuversicht und die Bereitschaft zu einer neuen, kooperativen Weltpolitik. Auf diesem Weg können Sie unserer Sympathie und unserer Unterstützung gewiss sein."

18.37 Uhr: Die Nationalhymne wird vom Chor der Kriegsmarine gespielt. Obama wird sich gleich zu einem Festessen ins Kapitol mit 200 geladenen Gästen zurückziehen.

18.28 Uhr: Obama hat die Vereinigten Staaten aufgerufen, in der Zeit der Krise zusammenzustehen. Er übernehme die Führung der Nation in schwerer Zeit. Die Nation müsse "Hoffnung über Angst, Einigkeit im Ziel über Konflikt und Zwiestracht" stellen, um die schwerste Wirtschaftskrise seit Anfang des 20. Jahrhunderts zu überwinden. Die Herausforderungen könnten nicht in kurzer Zeit bewältigt werden, aber sie würden bewältigt, sagte Obama.

18.25 Uhr: Eine flammende Rede ist beendet. Obama spricht die Schlussworte "Gott schütze Amerika." Jubel brandet auf. Obama verlässt das Podium. In Kürze werden wir Ihnen den kompletten Wortlaut nennen.

18.14 Uhr: "Amerika ist der Freund jeden Volkes und jedes Menschen mit dem Wunsch nach Frieden. Wir sind bereit, wieder zu führen", ruft Obama. Dem internationalen Terrorismus sagt er den Kampf an: "Wir werden euch besiegen."

18.12 Uhr: Obama fordert ein besseres Bildungssystem und will den Weg erneuerbarer Energiegewinnung beschreiten. "All this we can do, all this we will do" ruft er der jubelnden Menge zu.

18.08 Uhr: Der Eid lautete auf deutsch: "Ich, Barack Hussein Obama, gelobe feierlich, dass ich pflichtgetreu das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten ausüben werde und mit allem, was in meiner Macht steht, die Verfassung der Vereinigten Staaten bewahren, schützen und verteidigen werde." Nun spricht der neue Präsident seine Antrittsrede.

18.07: Barack Obama, 47 Jahre alter Senator aus Illinois, ist 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Es ist der Moment, auf den alle gewartet haben. Der Amtseid ist abgelegt, die Ära Bush ist beendet. "Obama, Obama"-Schlachtrufe klingen an.

18.05 Uhr: Unglaublich: Obama verspricht sich beim Amtseid! Nach kurzem Stottern kann er weitermachen.

17.59 Uhr: Joseph Biden, 66-jähriger Senator aus Delaware, ist 47. Vizepräsident der USA.

17.57 Uhr: Joe Biden schwört den Amtseid. Dieser lautet auf deutsch: "Ich gelobe [oder beeide] feierlich, dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika erhalten und gegen alle Feinde, von außen wie von innen, verteidigen werde; dass ich ihr in treuem Glauben und mit Loyalität folgen werde; dass ich diese Pflicht freiwillig, ohne geheimen Vorbehalt oder die Absicht, mich ihr zu entziehen, auf mich nehme und dass ich die Pflichten des Amtes, das ich antrete, gut und treu erfüllen werde; so wahr mir Gott helfe."


Was wünschen Sie Barack Obama?
Barack Obama wird der 44. Präsident der USA. Die ganze Welt setzt Hoffnungen in den unkonventionellen Politiker. Sie auch? Was möchten Sie dem neuen US-Präsidenten mit auf den Weg geben? Sagen Sie hier Ihre Meinung!


17.51 Uhr: Aretha Franklin singt "My country 'Tis of thee". Eine beeindruckende Performance, die mit viel Beifall gefeiert wird.

17.50 Uhr: Obama wird nach Abraham Lincoln und Ulysses Simpson Grant übrigens der dritte Präsident aus dem Bundesstaat Illinois sein.

17.48 Uhr: Pastor Rick Warren spricht das Gebet. Er wünscht Obama Mut und Erfolg. Gleich wird Aretha Franklin auftreten. Unmittelbar danach vereidigt Richter John Paul Stevens den neuen Vizepräsidenten Biden.

17.43 Uhr: Es ist soweit: Barack Obama wird vorgestellt. Ein Aufschrei geht durch das Menschenmeer. Der president-elect winkt und bahnt sich seinen Weg über die Stufen des Kapitols. In 17 Minuten wird er der 44. Präsident der USA sein.

17.38 Uhr: Der designierte Vizepräsident Joe Biden betritt die Bühne. Die Menge feiert ihn mit tosendem Applaus. So weit das Auge reicht, sind jubelnde Schaulustige zu sehen. Es ist das wohl größte Spektakel, das die US-Hauptstadt je erlebt hat.

17.36 Uhr: Der scheidende Präsident wird offiziell vorgestellt. Bush lächelt und winkt kurz in die Kamera. Die Vereidigung von Joe Biden steht bevor.

17.29 Uhr: Michelle Obama und Jill Biden werden empfangen. Dicht dahinter folgt Präsident George W. Bush, dessen Präsidentschaft noch genau 31 Minuten dauern wird.

17.28 Uhr: Über zwei Millionen Menschen haben den Weg in Washingtons Stadtkern gefunden. Die meisten tragen Mützen gegen die Kälte. Der Moment, auf den sie gewartet haben, steht bevor.

17.26 Uhr: Die Obama-Töchter Malia und Sasha erscheinen auf den Stufen des Kapitols.

17.22 Uhr: An der Seite ihres Ehemannes Bill Clinton betritt Senatorin Hillary Clinton die Bühne. Die künftige Außenministerin trägt einen blauen Mantel und wird mit lautem Jubel begrüßt. Sie scheint bester Laune und stößt ob des rauschenden Empfangs sogar einen kleinen Freudenschrei aus. 

17.17 Uhr: Um 17.30 Uhr wird zunächst Joseph Biden als Vizepräsident vereidigt. Im Moment werden die Ex-Präsidenten Carter, Bush sen. und Clinton noch einmal feierlich vorgestellt.

17.15 Uhr: Der designierte Stabschef Obamas, Rahm Emanuel, bahnt sich seinen Weg zur Tribüne. Der 49-Jährige wird als "chief of staff" der zweitmächtigste Mann der Administration werden. 

17.10 Uhr: Die Ex-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton und George Bush sen. nehmen ihre Plätze ein. Das Kapitol ist mit amerikanischen Fahnen geschmückt. Die Obama-Kolonne ist bereits angekommen, der künftige Präsident dürfte in wenigen Momenten angekündigt werden.

17.08 Uhr: Die früheren Vizepräsidenten Al Gore (Clinton-Administration), Walter Mondale (Carter-Administration) und J. Danforth Quayle (Administration von George Bush sen.) treffen auf der Zuschauer-Tribüne ein.

17.01 Uhr: Knapp eine Stunde vor der Zeremonie erscheint der Oberste Richter John Roberts auf den Stufen des Kapitols. Traditionell schwört der "chief justice" den neuen Präsidenten ein. Obama wird seine Hand dabei auf die Bibel legen, die Abraham Lincoln bereits 1861 nutzte. Sie ist 1280 Seiten dick und wurde 1853 gedruckt.

16.58 Uhr: Die Karawane nimmt Tempo auf, dürfte in wenigen Minuten am Capitol Hill eintreffen. Dort hat sich der schwerkranke Edward Kennedy, jüngster Bruder des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy, eingefunden. Edward Kennedy löst damit sein Versprechen ein, zur Amtseinführung zu erscheinen. Die Ärzte hatten daran gezweifelt, ob dem tumorkranken Politiker noch genug Zeit bliebe.

16.53 Uhr: Die Kolonne bewegt sich mit Blaulicht langsam die berühmteste Straße Washingtons entlang. Die Menge hinter der Absperrung jubiliert lautstark, Fahnen werden geschwenkt. Die amerikanische Flagge weht am Präsidenten-Auto, das sich an der Spitze befindet. Nicht weit entfernt die Wagen des Secret Service.

16.48 Uhr: Was für ein Moment. Obama und Bush kommen aus dem Amtssitz des Präsidenten. Die Menge vor dem Weißen Haus bricht in Kreischen aus, Obama huscht ein Lächeln über das Gesicht. Präsident und president-elect verschwinden in der Limousine, die nun auf die Pennsylvania Avenue einbiegt.

16.45 Uhr: Es geht los. Michelle Obama und Laura Bush kommen aus dem Weißen Haus und steigen in die erste Limousine. Die kommende First Lady nimmt im Font links Platz, Bush rechts. Auch Joe Biden und der im Rolstuhl sitzende Richard Cheney werden zu einer Limousine dirigiert.  

16.40 Uhr: Während Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger soeben am Kapitol eintrifft, sickern noch ein paar Details durch. Obama wird traditionell in einer Limousine mit George W. Bush fahren. Beide werden ein vertrauliches Gespräch führen, in dem Bush seinem Nachfolger einige Ratschläge geben dürfte.

16.32 Uhr: Alle sind gespannt auf den Inhalt von Obamas Ansprache. Anspielungen auf den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King gelten als sicher, zudem wird vermutet, dass Obama Bezug auf sein großes politisches Vorbild Abraham Lincoln nehmen wird. Schon im Wahlkampf hatte der Senator immer wieder auf Lincolns berühmten Satz aus der Gettysburg-Ansprache zurückgegriffen. Der 16. Präsident der USA hatte ein "government of the people, by the people, for the people" (eine Regierung aus der Mitte des Volkes, gewählt durch das Volk und für das Volk handelnd) gefordert.

16.30 Uhr: Die Wartenden am Kapitol sind voller Vorfreude. Entlang der Pennsylvania Avenue sind tanzende Menschenmengen zu sehen. Es besteht kein Zweifel, dass der Besucherrekord von 1965, als 1,2 Millionen Menschen zu Lyndon B. Johnsons Vereidigung kamen, heute geknackt wird.

16.15 Uhr: Die Obamas sind am Weißen Haus angekommen. Das Treffen, an dem auch der designierte Vizepräsident Joe Biden und seine Ehefrau Jill teilnehmen, soll etwa 40 Minuten dauern. Danach fahren die Limousinen vor und machen sich auf den Weg zum Kapitol. Dort versammeln sich bereits die Prominenten, unter anderem ist Schauspieler Dustin Hoffman zu sehen.

16.04 Uhr: Der Gottesdienst ist beendet, die Obamas machen sich auf den Weg zum nahegelegenen Weißen Haus. Dort werden sie vom scheidenden Präsidenten George W. Bush und First Lady Laura Bush empfangen. Ein wenig small talk steht an, dazu werden Kaffee und Tee serviert.

15.57 Uhr: Obwohl Washingtons Hotels die Preise teils vervierfacht haben, sind alle Zimmer in der US-Hauptstadt seit Monaten belegt. Zahlreiche Anwohner haben ihre Wohnungen für bis zu 5000 Dollar pro Nacht an Touristen vermietet und schlafen selbst im Auto. Für die "Vermieter" kommt das Weihnachtsgeld also im Januar.

15.52 Uhr: Das befürchtete Verkehrschaos ist eingetreten. Die U-Bahn hatte bereits im Dezember angekündigt, nicht genügend Züge für den Menschenansturm bereitstellen zu können. Die Metro empfahl den Besuchern, sich zu Fuß auf den Weg zu machen. Die Anreise mit dem Taxi ist zudem unmöglich, alle Zugänge zur Pennsylvania Avenue sind gesperrt.

15.47 Uhr: Ähnliches dürfte Barack Obama heute nicht drohen. Im dicken schwarzen Wintermantel sollte der Demokrat ohne großes Zittern durch seine 17-minütige Ansprache kommen. Sobald der Gottesdienst beendet ist, werden sich die Obamas vom Lafayette Park aus über den "Umweg" Weißes Haus auf den Weg zum Kapitol machen.

15.44 Uhr: Acht Jahre später vermummte sich Zachary Taylor, zwölfter Präsident des Landes, aufgrund der Kälte dermaßen, dass ihn die Zuschauer zunächst für einen Vagabunden hielten und mit Buhrufen bedachten. Es dauerte einige Zeit, ehe das Missverständnis aufgeklärt war.

15.37 Uhr: Washingtons klirrende Kälte ist berüchtigt. Im Jahr 1841 wurde sie William Henry Harrison sogar zum Verhängnis. Während der Antrittsrede des neunten Präsidenten wehte ein Eissturm. Harrison hielt davon unbeeindruckt die längste Ansprache in der Geschichte des Landes und ließ es sich anschließend nicht nehmen, die Parade zu Pferd anzuführen. Nur einen Monat später erlag der Mann aus Virginia einer Lungenentzündung.

15.33 Uhr: Tausende Schaulustige kamen bereits in der Nacht, um sich einen guten Platz zu ergattern. Bei Temperaturen von minus zehn Grad in der Nacht war Durchhaltevermögen gefragt. Für den Zeitpunkt der Vereidigung allerdings sagen die Meteorologen "angenehme" null Grad voraus.

15.26 Uhr: Die Menschenmasse am Kapitol ist riesig, rund zwei Millionen Besucher sollen sich im Bereich der 3. Stra0e vor dem Spiegelteich bereits versammelt haben. Das Problem für die Schaulustigen: Von diesem Punkt aus sind es noch rund 400 Meter bis zum Podium, Bäume behindern zudem die Sicht. Ohne ein Fernglas erkennt man wenig.

14.55 Uhr: Der große Tag für Barack Obama hat begonnen. Wenige Minuten vor 9 Uhr Ortszeit ist der president-elect in der St. John's Episcopal Church in Washington eingetroffen, um dort am Gottesdienst teilzunehmen. Hand in Hand mit seiner Ehefrau Michelle betrat der 47-Jährige das Gebäude in der Nähe des Weißen Hauses. 

13.40 Uhr: Washington bereitet sich auf den Ansturm von bis zu zwei Millionen Menschen vor. U-Bahnen und Parkplätze in den Vororten waren am Dienstag schon um 4 Uhr morgens gefüllt. Große Teile der Innenstadt sind Teil der Sicherheitszone, viele Brücken wurden für den Autoverkehr gesperrt. Rund um den Globus werden Hunderte Millionen Menschen die Ablegung des Amtseides vor dem Kapitol und die Parade durch die Hauptstadt am Fernseher verfolgen.

13.06 Uhr: Gemäß der Tradition hat George W. Bush seinem Nachfolger im Weißen Haus eine kurze Grußbotschaft hinterlassen. Bush schrieb die Zeilen am Montag und legte sie in die oberste Schublade des Schreibtischs im Oval Office. Einzelheiten zum Inhalt teilte das Weiße Haus nicht mit. Sprecherin Dana Perino erklärte am Dienstag lediglich, es gehe darum, dass Obama ein neues Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten aufschlage und Bush seinem Nachfolger alles Gute dabei wünsche.

12.30 Uhr: Zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama am Dienstag hat CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg vor "anbiedernder Euphorie" gewarnt. Dafür sei jetzt "nicht der Moment", sondern vielmehr "für gesunden und kreativen Realismus", betonte der CSU-Politiker. Schließlich könne die Partnerschaft mit Obama zusätzliche internationale Anforderungen und Anstrengungen bedeuten.

10.15 Uhr: Der Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland, Fred Irwin, hat sich zum Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama zuversichtlich gezeigt. Er rechnet Mitte 2010 mit einem Ende der Wirtschaftskrise in den USA, wie er dem Deutschlandradio Kultur am Dienstag sagte.

8.33 Uhr: Prominente Klimaschützer haben mit einem glamourösen Ball den Einzug von Barack Obama ins Weiße Haus gefeiert. Über den grünen Teppich in Washington schritten unter anderen Gastgeber Al Gore und die Musiker Will.i.am, Blair Underwood und Melissa Etheridge. Sie alle hofften, dass der künftige Präsident sich stärker für den Umweltschutz und erneuerbare Energien einsetzt.

6.17 Uhr: Auf Anordnung der Behörden mussten vor den Feiern zum Regierungswechsel hunderte Obdachlose ihre Notquartiere in den Straßen der Innenstadt von Washington räumen. "Uns wurde gesagt, dass wir erst am Donnerstag wiederkommen dürfen", berichtet der 37-jährige Frank Mearns, dessen provisorische Schlafstatt mitten in jener Sicherheitszone liegt, die während der Obama-Feiern für den Verkehr gesperrt ist. In der Innenstadt leben Schätzungen zufolge etwa 1200 Menschen auf der Straße, im Großraum Washington sind es 6000 bis 12.000.

6.00 Uhr: Der frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) erwartet, dass der neue US-Präsident Barack Obama eine bessere transatlantischen Zusammenarbeit anstrebt. "Er hat verstanden, dass Zusammenarbeit geboten ist, die aber nur funktionieren kann, wenn sie auf Gleichberechtigung und Ebenbürtigkeit begründet ist", sagte Genscher der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse"

2.54 Uhr: US-Vizepräsident Dick Cheney wird im Rollstuhl zur Vereidigungszeremonie des neuen Präsidenten Barack Obama kommen. Wie Präsidentensprecherin Dana Perino am Montag (Ortszeit) mitteilte, verhob sich der 67-jährige Cheney beim Kistenpacken für den Umzug in seine neue Wohnung. Der Arzt habe ihm geraten, die kommenden Tage im Rollstuhl zu sitzen. Der amtierende US-Präsident George W. Bush und sein Stellvertreter Cheney übergeben an diesem Dienstag in einer feierlichen Zeremonie in Washington ihre Ämter an Obama und den neuen Vizepräsidenten Joseph Biden.

2.33 Uhr: Einen Tag vor seiner Vereidigung als 44. Präsident der Vereinigten Staaten hat Barack Obama am Montagabend ein Abendessen für seinen bei der Präsidentenwahl unterlegenen Rivalen John McCain gegeben. Obama lobte McCain dabei als ein Vorbild an Patriotismus und Überparteilichkeit, am dem sich alle ein Beispiel nehmen sollten. Er habe immer das Land vor die Parteipolitik gestellt.

 
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