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Vor Nominierung Donald Trumps
Massives Sicherheitsaufgebot bei Republikaner-Parteitag

Trump: Parteitag der Republikaner unter massivem Sicherheitsaufgebot
Trump-Anhänger bei der Eröffnung des Republikaner-Parteitags in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio. FOTO: dpa, msc
Cleveland. Donald Trump steht kurz vor seiner Krönung zum US-Präsidentschaftskandidaten: Seine Republikanische Partei hat am Montag ihren Parteitag in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio eröffnet, in dessen Verlauf der rechtspopulistische Immobilienmogul offiziell in das Rennen um das Weiße Haus geschickt werden soll.

Vor Eröffnung der Versammlung pries sich Trump erneut als der Kandidat an, der das Land durch "Stärke" führen und "Recht und Ordnung" wiederherstellen werde. Zu Beginn des Parteitags hielten die Delegierten einige Schweigesekunden für die in den vergangenen Tagen erschossenen Polizisten ab. Die Sicherheitspolitik sollte ein Schwerpunkt der Reden am ersten Tag der Versammlung sein.

Trump erklärt dem IS den Krieg

Der Parteitag findet in einem gesellschaftlichen Klima starker Verunsicherung statt. Dazu haben die Anschläge im In- und Ausland beigetragen sowie die jüngsten tödlichen Vorfälle zwischen der Polizei und Afroamerikanern. Erst am Sonntag hatte ein afroamerikanischer Irak-Veteran in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana drei Polizisten erschossen.

"Unser Land ist außer Kontrolle", schrieb Trump zu dem tödlichen Vorfall in Baton Rouge. In einem Fernsehinterview kündigte er außerdem ein hartes Durchgreifen gegen Extremisten wie etwa die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) an. "Wir werden dem IS den Krieg erklären, wir werden ihn ausmerzen", sagte der 70-Jährige.

Proteste gegen Donald Trump FOTO: dpa, jl ms

Trump beschuldigte zudem Präsident Barack Obama, für die Verschärfung der Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen verantwortlich zu sein. Obama sei ein "großer Spalter", die Rassenbeziehungen seien "heute so schlimm wie nie zuvor", sagte der Immobilienmogul über den ersten afroamerikanischen US-Präsidenten.

Offizielle Nominierung am Dienstag

Trump soll am Dienstag von den Parteitagsdelegierten nominiert werden und dann zum Abschluss des Parteitags am Donnerstagabend seine Kandidatenrede halten. An seiner Nominierung besteht kein Zweifel, da er sich in den Vorwahlen eine klare Mehrheit der Delegiertenstimmen gesichert hatte. Im Duell um das Weiße Haus wird er gegen die Ex-Außenministerin Hillary Clinton antreten, die nächste Woche von den Demokraten nominiert werden soll.

Als wichtigstes Ziel des Parteitags gab Trumps Wahlkampfmanager Paul Manaford aus, "den Amerikanern zu helfen, Donald Trump als Menschen besser zu verstehen". Trump schickt gleich fünf Familienmitglieder, darunter seine Ehefrau Melania, ans Rednerpult, die über seine Eigenschaften als Familienvater und Ehemann sprechen sollten.

Fotos: Das sind die Präsidentschaftskandidaten FOTO: dpa, lws hm ase

Bush, Romney und McCain bleiben dem Parteitag fern

Trump hat in der eigenen Partei noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten. Der Rechtspopulist hat mit seinen radikalen Forderungen etwa zu pauschalen Einreiseverboten und millionenfachen Ausweisungen viele Moderate in der Partei verstört. Aber auch am erzkonservativen Flügel misstrauen viele dem Quereinsteiger, der sich beispielsweise uneindeutig zum Abtreibungsrecht geäußert hat. Viele Parteiprominente wie die früheren Präsidenten George Bush und George W. Bush und die vormaligen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney und John McCain bleiben dem Parteitag fern.

Der Parteitag findet unter extremen Sicherheitsvorkehrungen statt. Kilometerlange Stahlbarrieren wurden in der Innenstadt errichtet, tausende Polizisten waren im Einsatz. Die Sorgen wurden dadurch verstärkt, dass in Ohio geladene Waffen auf offener Straße getragen werden dürfen. Bis Montag verliefen die Demonstrationen gegen Trump jedoch friedlich.

(isw/AFP)
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