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Neuer Präsidentschaftskandidat
Republikaner Rick Perry will Präsident werden

US-Präsidentschaftswahl: Rick Perry will US-Präsident werden
Der 65-jährige Republikaner Rick Perry hat seine Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten bekannt gegeben. FOTO: afp, nk/ljm
Washington. Das Bewerberfeld für die US-Präsidentschaftswahl 2016 nimmt bei Republikanern und Demokraten weiter Form an. Der texanische Ex-Gouverneur Rick Perry stieg am Donnerstag als zehnter Politiker in das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur ein. Kündigt auch Jeb Bush bald seine Kandidatur an?

"Es liegt in unserer Macht, unser Land zu erneuern", sagte Perry in seinem ersten Wahlkampfvideo. "Wir brauchen die außenpolitische Schwäche nicht zu akzeptieren, die wir heute sehen. Wir brauchen die langsame wirtschaftliche Erholung in der Heimat nicht zu akzeptieren." Auf seiner Website preist der 65-Jährige die Bilanz seiner von 2000 bis 2015 dauernden Amtszeit als Gouverneur von Texas und verwies vor allem auf das starke Jobwachstum in dem Bundesstaat.

Vor vier Jahren hatte sich Perry erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bemüht, die sich später Mitt Romney sicherte. Der texanische Governeur lieferte damals schwache Leistungen in den TV-Debatten ab und zog sich nach einem enttäuschenden Abschneiden bei den ersten beiden Vorwahlen in Iowa und New Hampshire im Januar 2012 zurück.

Gibt Jeb Bush seine Kandidatur am 15. Juni bekannt?

Legendär ist sein Patzer, als er sich bei einer Debatte nicht an den Namen einer Bundesbehörde erinnern konnte, die er unbedingt abschaffen wollte. Der Ausschnitt, auf dem Perry nur ein kleinlautes "Ups" einfällt, wurde am Donnerstag von US-Nachrichtensendern prompt wieder aus dem Archiv geholt.

Bei den Republikanern zeichnet sich ein harter Kampf um die Präsidentschaftskandidatur ab, Perry gilt als Außenseiter. Der Website realclearpolitics.com zufolge liegt in jüngsten Umfragen der ehemalige Gouverneur von Florida, Jeb Bush, knapp vorn. Der Bruder des früheren Präsidenten George W. Bush und Sohn von Ex-Präsident George H.W. Bush hatte im Dezember erklärt, einen Anlauf auf das Weiße Haus zu prüfen. Am Donnerstag kündigte Bush einen Auftritt für den 15. Juni an, bei dem er seine Bewerbung offiziell machen dürfte.

Neben Bush streben unter anderem die Senatoren Marco Rubio, Ted Cruz, Rand Paul und Lindsey Graham nach der republikanischen Nominierung. Erwartet wird zudem die Bewerbung von Wisconsins Gouverneur Scott Walker, der Bush in Umfragen dicht auf den Fersen ist.

Lincoln Chafee macht Hillary Clinton Konkurrenz

Bei den Demokraten gilt Clinton als große Favoritin. Daran ändern auch die Ambitionen von Chafee nichts, der am Mittwoch an einer Universität im Bundesstaat Virginia seine Bewerbungsrede hielt. Der 62-Jährige sprach sich für einen Einsatz der USA für Frieden und fairen Handel, für das Ende "extralegaler Tötungen durch Drohnenangriffe" und für eine Heimkehr des wegen seiner Enthüllungen verfolgten Ex-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden aus.

Chafee saß von 1999 bis 2007 für die Republikaner im Senat, wo er als einziges Mitglied seiner damaligen Partei gegen den Irakkrieg stimmte. Als parteiloser Politiker wurde er 2010 zum Gouverneur des Bundesstaates Rhode Island gewählt, während seiner Amtszeit wechselte er zu den Demokraten.

Clintons weitere innerparteiliche Gegner sind der Senator Bernie Sanders und der ehemaligen Gouverneur von Maryland, Martin O'Malley. Die frühere Außenministerin und First Lady will am 13. Juni ihre erste große Wahlkampfrede in New York halten. Bislang bemühte sie sich um einen bescheidenen Auftritt und fuhr in einem Kleinbus quer durchs Land, um den direkten Kontakt zu Wählern zu suchen. Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

(AFP)
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