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Fernsehdebatte in den USA
Clinton und Sanders liefern sich heftigen Schlagabtausch

Fotos: Das sind die Präsidentschaftskandidaten
Fotos: Das sind die Präsidentschaftskandidaten FOTO: dpa, lws hm ase
Washington. Nach seinem überraschendem Sieg in Michigan hat sich der linke US-Senator Bernie Sanders in einer Fernsehdebatte einen harten Schlagabtausch mit Ex-Außenministerin Hillary Clinton geliefert. Beide Bewerber für die US-Präsidentschaft umwarben vor der nächsten Vorwahl am Dienstag in Florida die dort zahlreichen spanischsprachigen Wähler.

Clinton und Sanders sprachen sich gegen Zwangsabschiebungen von Einwandererkindern und von nicht straffällig gewordenen Immigranten ohne gültige Papiere aus. Clinton erklärte, sie wolle in erster Linie "gewalttätige Kriminelle, Terroristen und all die abschieben, die unsere Sicherheit gefährden". Sanders bezog deutlicher Stellung gegen die von der derzeitigen Regierung unter Präsident Bill Clinton betriebene Politik der Abschiebungen. Er halte diese Politik für falsch und stimme ihr nicht zu, sagte Sanders.

Clinton warf Sanders vor, im Jahr 2007 gegen einen Gesetzentwurf zur Einwanderungsreform gestimmt zu haben. Sanders gab zurück, Clinton sei früher dafür eingetreten, keine Führerscheine an Einwanderer ohne gültige Papiere auszugeben. Weitere Streitpunkte waren der Irak-Krieg, Clintons Verbindungen zur Wall Street und zu großen Unternehmen, die Gesundheitspolitik und Studiengebühren für staatliche Universitäten.

Die Vorwahl in Mississippi hatte Clinton, die von der überwältigenden Unterstützung durch schwarze Wähler profitierte, am Dienstag klar gewonnen. In Michigan, wo Meinungsforscher ebenfalls einen Clinton-Sieg erwartet hatten, setzte sich dagegen Sanders durch. Der Senator für Vermont, der sich als "demokratischer Sozialist" bezeichnet, kam dort auf knapp 50 Prozent, die ehemalige First Lady auf rund 48 Prozent der Stimmen. Am kommenden Dienstag stehen außer in Florida Vorwahlen auch in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Ohio und Illinois an. Die Vorwahlen bei Demokraten und Republikanern ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ehe die Kandidaten auf den Parteitagen gekürt werden. Die USA wählen am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Der Demokrat Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

(haka/AFP)
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