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Entscheidung bei US-Vorwahlen
Clinton und Trump stehen im Fokus in South Carolina und Nevada

Fotos: Das sind die Präsidentschaftskandidaten
Fotos: Das sind die Präsidentschaftskandidaten FOTO: dpa, lws hm ase
Columbia . Ring frei zur nächsten Runde bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaft: In den Bundesstaaten Nevada und South Carolina wurde am Samstag zu den urnen gerufen..

In Nevada wurde über die demokratischen Anwärter abgestimmt, in South Carolina über die republikanischen. Nach den Vorwahlen in Iowa und den Primaries in New Hampshire ist es die dritte Nagelprobe für die Bewerber der beiden Parteien.

Die Parteiversammlungen der Demokraten in Nevada, die sogenannten Caucuses, werden allerdings erstmals zeigen, ob Hillary Clinton oder Bernie Sanders bei Minderheiten wie Afroamerikanern oder Latinos besser punkten können. Bei den ersten beiden Vorwahlen, in denen vor allem weiße Wähler abstimmten, hatten beide jeweils einmal gewonnen. Clintons Wahlkampfteam sieht Nevada mit seinen breitgefächerten Wählerschichten als Gelegenheit, Sanders davonzuziehen.

Aber auch Sanders rechnet sich gute Chancen aus. "Wenn es eine hohe Beteiligung gibt, werden wir uns gut schlagen", sagte er bei einem Treffen mit Gewerkschaftsmitgliedern am Samstag im MGM Grand Casino und Hotel in Las Vegas.

Alle gegen Trump

Bei den Republikanern galt es für die übrigen Kandidaten, den Favoriten Donald Trump zu stürzen. "Trump kann nicht gewinnen, ganz einfach", sagte der bisher glücklose Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush vor einem Wahllokal in Greenville. "Er kann nicht Präsident sein". Mit seiner Wortwahl und Unerfahrenheit würde er als US-Staatschef viel Unbehagen verbreiten, sagte Bush.

Ein Sieg von Trump in Nevada könnte ein Vorgeschmack auf den sogenannten "Super Tuesday" am 1. März, wenn eine ganze Reihe weiterer südlicher Bundesstaaten abstimmen. Senator Ted Cruz, der die erste Vorwahl in Iowa gewonnen hatte, mobilisierte in South Carolina 10.000 Freiwillige, um dem Immobilienmogul einen weiteren Sieg abzuluchsen.

Für Jeb Bush ging es vor allem darum, vor Senator Marco Rubio zu landen. Denn beide gelten als Kandidaten des republikanischen Parteiestablishment, das Trump und Cruz als zu radikal ansieht, um bei der Wahl im November gegen den demokratischen Kandidaten zu bestehen.

(felt/ap)
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