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US-Regierung
USA erkennen zehntausendsten Flüchtling aus Syrien an

Washington. Die USA haben am Montag den zehntausendsten Flüchtling aus Syrien anerkannt. Damit sei das bis Ende September gesteckte Ziel früher erreicht worden, teilte die nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice mit.

Die USA stehen vor allem in Europa und auch in Deutschland in der Kritik, weil sie vergleichsweise wenige Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland aufnehmen. Von 2011 bis in das vergangene Jahr wurden nur 1800 Flüchtlinge aufgenommen.

Für die Ausweitung auf 10.000 bekam Barack Obama massiven Gegenwind der Republikaner und vieler Gouverneure in den Bundesstaaten. Sie begründen das mit der Sorge vor einer Welle islamistischer Terroristen. Insgesamt sollen in diesem Jahr 85.000 Flüchtlinge in den USA anerkannt werden.

Das Thema spielt auch im Wahlkampf eine große Rolle. Der Republikaner Donald Trump unterstellt seiner Konkurrentin Hillary Clinton, sie wolle die Politik Barack Obamas fortsetzen und zehntausende Syrer ohne nähere Überprüfung ins Land lassen. Generell durchlaufen Flüchtlinge in den USA vor ihrer Anerkennung aber einen rigorosen Prozess der Überprüfung.

(rent/dpa)
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