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Vorwahlen in fünf Bundesstaaten
Ist Donald Trump noch zu stoppen?

USA: Die Aufreger-Sprüche des Donald Trump
USA: Die Aufreger-Sprüche des Donald Trump
Washington. Am Dienstag findet ein kleiner "Super-Tuesday" im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur in den USA statt. Wichtige Vorwahlen werden in fünf Staaten abgehalten.

Die Republikaner fällen in den großen Bundesstaaten Florida und Ohio Alles-oder-Nichts-Entscheidungen. Der Sieger bekommt dort jeweils alle zu vergebenden Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli. Bei den Republikanern geht es am Dienstag insgesamt um mehr als ein Viertel der 1237 Delegiertenstimmen, die für eine Nominierung nötig sind. In Ohio sind 66 republikanische Delegiertenstimmen zu vergeben, in Florida 99.

Ohios Gouverneur John Kasich führt in seinem Heimatstaat nach Umfragen hauchdünn vor Donald Trump. Trump bezeichnete Kasich als "Baby", nachdem dieser die Gewalt auf einigen der Veranstaltungen seines Rivalen als "dunkle Seite" der amerikanischen Gesellschaft bezeichnet hatte. Kasich ist derzeit Viertplatzierter hinter Trump, Cruz und dem Senator Marco Rubio aus Florida. In Florida liegt Trump klar vor Rubio, der aus dem Sonnenstaat kommt, seinen Heimvorteil aber bisher nicht ausspielen konnte.

Gewählt wird auch in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Illinois, Missouri und North Carolina. Ergebnisse werden zu deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch erwartet.

Siege des umstrittenen republikanischen Favoriten Donald Trump könnten die Kluft zwischen ihm und der Partei vergrößern. Sein Kontrahent Ted Cruz warnte am Montag, eine Nominierung Trumps hätte den Wahlsieg der Demokraten zur Folge. Er sei der einzige, der den Multimilliardär auf seinem Weg zur Nominierung stoppen könnte.

Wegen seiner scharfen Rhetorik sieht sich Trump immer öfter mit heftigen Protesten auf seinen Wahlkampfveranstaltungen konfrontiert. Auch bei einem Auftritt in North Carolina wurde der Immobilienmogul am Montag gestört, als er gerade über seine Pläne für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko sprechen wollte. Die Polizei führte die Demonstranten aus dem Saal.

In Florida sagte Trumps Team einen für Montagmittag geplanten gemeinsamen Auftritt mit einer seiner Unterstützerinnen, Alaskas Ex-Gouverneurin Sarah Palin, ab. Ihr Mann sei in einen schweren Schneeunfall verwickelt, teilte das Wahlkampfteam von Palin mit.

Clinton mit großem Vorsprung vor Sanders

Bei den Demokraten startet Ex-Außenministerin Hillary Clinton mit einem großen Vorsprung vor Bernie Sanders in die Vorwahlen vom Dienstag. Nach einer AP-Analyse hält sie bisher 1231 Stimmen und damit mehr als die Hälfte der benötigten Delegierten. Sanders kommt auf 576. Doch in Michigan konnte er vergangene Woche trotz anderslautenden Umfragen den Sieg davontragen. Sein Wahlkampfchef Ted Devine sieht keinen Grund, dass der Senator aus Vermont vor dem Nominierungsparteitag im Juli ausscheidet.

(felt/dpa)
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