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US-Wahlkampf: Vorwurf des Amtsmissbrauchs – Palin entlastet

zuletzt aktualisiert: 04.11.2008 - 06:13

Washington (RPO). Das ist für Sarah Palin eine gute Nachricht unmittelbar vor der US-Präsidentschaftswahl: Eine Personalkommission sprach die republikanische Vize-Kandidatin von dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs frei.

Palin soll laut des am Montag veröffentlichten Untersuchungsberichts, bei der Entlassung des Sicherheitschefs von Alaska keine ethischen Standards verletzt haben. Palin hatte die Untersuchung gefordert, nachdem ein parlamentarischer Ermittlungsausschuss sie Mitte Oktober für schuldig befunden hatte.

"Es gibt kein vernünftiges Motiv dafür, zu glauben, dass die Gouverneurin Palin bei der Entscheidung, den Sicherheitschef von Alaska zu entlassen, die Ethik-Vorschriften verletzt hat", hieß es in Bericht der Personalkommission von Alaska.

Der Sicherheitschef Walt Monegan hatte im Juli seinen Sessel räumen müssen. Monegan wurde eigenen Angaben zufolge gefeuert, weil er sich geweigert hatte, den Polizisten Michael Wooten zu entlassen. Dieser war mit Palins jüngerer Schwester verheiratet und befand sich damals in einem äußerst kontroversen Scheidungsverfahren. Die Forderung Monegans, Anhörungen wegen Rufschädigung einzuleiten, verwarf die Personalkommission.

Palin hatte die zweite Untersuchung gefordert, weil der Mitte Oktober veröffentlichte Bericht des parlamentarischen Ermittlungsausschusses ihrer Auffassung nach politisch motiviert gewesen war. Das überparteiliche Gremium hatte sie des Amtsmissbrauchs für schuldig befunden. Anders als vor dem parlamentarischen Ausschuss sagte sie vor der Personalkommission in mehreren Anhörungen aus.

Die 44-Jährige war Ende August überraschend von John McCain als "running mate" für die Präsidentschaftswahl am 4. November gekürt worden. An der konservativen Basis wurde die Abtreibungsgegnerin bejubelt. Kritiker vertreten dagegen die Ansicht, dass Palin wegen ihrer politischen Unerfahrenheit die Anforderungen an das Vizepräsidentenamtes nicht erfüllen könne.

Ein großes Special zur US-Wahl finden Sie hier.

Quelle: afp

 
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