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Wirbel um Aussagen von Clinton-Beraterin: "Wenn Obama weiß wäre, wäre er nicht in dieser Position"

zuletzt aktualisiert: 11.03.2008 - 22:29

Biloxi (RPO). Am Rande der Vorwahlen im US-Bundesstaat Mississippi hat sich der Ton im Rennen zwischen Barack Obama und Hillary Clinton weiter verschärft. Obamas Wahlkampfchef David Axelrod forderte Clintons Team zur Entlassung einer prominenten Beraterin auf, die sich zu Obamas Hautfarbe geäußert hatte.

Die Kritik von Clintons Beraterin Geraldine Ferraro an Obama sei "heimtückisch" und "beleidigend", sagte Axelrod.

Ferraro hatte in einem Interview mit der kalifornischen Zeitung "Daily Breeze" gesagt, der Afroamerikaner Obama profitiere im Wahlkampf von seiner Hautfarbe. "Wenn Obama ein weißer Mann wäre, wäre er nicht in dieser Position", wurde Ferraro zitiert. "Wenn er eine Frau wäre, wäre er nicht in dieser Position. Er kann glücklich sein, dass er ist, was er ist."

Obama und Clinton liefern sich derzeit ein spannendes Duell um das demokratische "ticket"- die Partei-Nominierung für den Präsidentschaftswahlkampf. Zuletzt hatte es immer wieder Verbal-Scharmützel zwischen beiden Lagern gegeben.

Ferraro hatte 1984 an der Seite des demokratischen Spitzenkandidaten Walter Mondale für das Amt der US-Vizepräsidentin kandidiert; die Wahl ging an den republikanischen Amtsinhaber Ronald Reagan verloren. In Clintons Wahlkampfteam dient Ferraro als Finanzberaterin und Rednerin. Clinton äußerte sich zunächst nicht zu den Äußerungen ihrer Beraterin. Ihr Sprecher Howard Wolfson sagte der Politikwebseite "Politico.com": "Wir stimmen ihr (Ferraro) nicht zu." In der vergangenen Woche hatte eine außenpolitische Beraterin Obamas ihren Posten aufgeben müssen, nachdem sie Clinton als "Monster" verunglimpft hatte.

Im US-Bundesstaat Mississippi ging das Vorwahl-Rennen von Clinton und Obama am Dienstag in die nächste Runde. Letzte Umfragen prognostizierten einen klaren Sieg Obamas bei den Vorwahlen, in denen 33 Delegierte für den Nominierungsparteitag im August bestimmt werden.

Etwa die Hälfte der Demokraten-Wähler in dem Südstaat sind Afroamerikaner, sie zählen zu Obamas Stammwählerschaft. Die Wahllokale in Mississippi schließen um 19 Uhr Ortszeit (Mittwoch 1 Uhr), erste Ergebnisse sind kurz danach zu erwarten. Die nächsten Vorwahlen finden am 22. April in Pennsylvania statt.

Quelle: afp

 
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