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Grenze zu Mexiko: USA bauen 600 Kilometer langen Zaun

zuletzt aktualisiert: 18.05.2006 - 06:20

Washington (rpo). In den USA wurde am Mittwochabend eine der größten Abschottungsaktionen in der Geschichte des Landes beschlossen: Der Senat stimmte einem Antrag zu, die Grenze zu Mexiko mit einem 600 Kilometer langen Zaun abzuriegeln. Außerdem sollen 800 Kilometer lange Straßensperren errichtet werden.

Der US-Senat hat ein Gesetzesvorhaben zum Bau eines teilweisen Sperrzauns an der Grenze zu Mexiko angenommen. Der Zusatzantrag des konservativen republikanischen Senators Jeff Sessions aus Alabama wurde am Mittwochabend mit 83 Stimmen bei 16 Gegenstimmen angenommen.

Er sieht die Errichtung eines Dreifachzauns an einem 600 Kilometer langen Teilstück der insgesamt 3.200 Kilometer langen Grenze zu dem südlichen Nachbarland vor. Des weiteren sollen nach dem Willen der Senatoren auf einer Länge von 800 Kilometern Barrieren errichtet werden, die Autos die Weiterfahrt versperren.

Die Abstimmung ist ein Sieg für den konservativen Flügel der Republikanischen Partei, der auch Pläne ablehnt, illegalen Einwanderern, die schon seit Jahren im Land leben, die Erlangung der Staatsbürgerschaft zu ermöglichen. "Mit der Verabschiedung des Gesetzesantrages bekräftigen wir unseren Willen, den Zustrom von Einwanderern zu stoppen", sagte Sessions.

US-Präsident George W. Bush entsandte unterdessen seinen Berater Karl Rove zu Gesprächen mit Kongressabgeordneten, die seinen Plänen für eine Reform der Immigrationspolitik ablehnend gegenüber stehen. Bush strebt eine Verschärfung der Grenzkontrollen an, will daneben aber auch Gastarbeiterprogramme für Millionen illegale Arbeiter auflegen. Am Donnerstag will der US-Präsident nach Angaben eines Sprechers in den US-Bundestaat Arizona an die Grenze zu Mexiko reisen, um sich dort vor Ort mit der Arbeit der US-Grenzer vertraut zu machen.

In Washington versammelten sich am Mittwochabend etwa eintausend Menschen, um für eine offizielle Anerkennung der illegalen Einwanderer zu kämpfen. An verschiedenen Demonstrationen in den vergangenen Wochen hatten noch hunderttausende Menschen gegen die geplante Verschärfung des Einwanderungsrechts demonstriert.

Quelle: afp2

 
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