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Angst vor Terror-Attacken
USA erwägen Laptop-Verbot auch für Flüge aus Europa

USA erwägen Laptop-Verbot auch für Flüge aus Europa
Vor allem Manager wären von einem Laptop-Verbot betroffen (Symbolbild). FOTO: rtr
Washington/Frankfurt. Bisher müssen nur Fluggäste aus einigen muslimischen Ländern auf ihre Notebooks verzichten, wenn sie in die USA fliegen. Aber das Verbot könnte bald auf europäische Staaten ausgeweitet werden.

Flugreisende aus Europa müssen möglicherweise bald auf Strecken in die USA auf ihren Laptop verzichten. Das bericht die Nachrichtenagentur Reuters. Sie beruft sich auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen.

Demnach dürfte die US-Regierung unter Präsident Donald Trump das Verbot von Notebooks und Tablets an Bord von Passagiermaschinen auf einige europäische Länder ausweiten. Es werde erwarte, dass das US-Heimatschutzministeriums (DHS) die Regeln für die Mitnahme solcher elektronischen Geräte entsprechende ändere.

Einen Termin dafür nannten die Insider nicht, wie Reuters meldet. Ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur, Minister John Kelly habe noch keine Entscheidung getroffen. Er sollte noch am Donnerstag einem Senatsausschuss hinter verschlossenen Türen Bericht über Gefahren im Flugverkehr erstatten.

Flughäfen warnen vor massiven Verspätungen

Die USA und Großbritannien hatten im März das Mitführen von Laptops im Handgepäck für mehrere Flughäfen in muslimischen Staaten erlassen und dies mit einer Terrordrohung begründet. Wie die Zeitung "Die Welt" schreibt, sind die Pläne der US-Regierung, das Verbot auf europäische Länder auszuweiten, der Europäischen Kommission bekannt.

Deutsche Flughäfen warnen vor großem Aufwand und massiven Verspätungen. Es sei nicht klar, wie das Verbot umgesetzt werden solle, sagte ein Verantwortlicher eines großen deutschen Airports. Etwa sei etwa ungeklärt, wie mit einem Laptop, der erst bei den Sicherheitskontrollen in einem Rucksack entdeckt werde, verfahren werden solle.

Da das Gepäck dann meistens schon aufgegeben und unterwegs zum Flugzeug sei, müsse man sich andere Lösungen überlegen. Auf jeden Fall benötigten die Flughäfen Zeit zur Vorbereitung. Eine sofortige Änderung sei unmöglich.

Von einer Ausweitung des Verbots wären den Insider-Informationen zufolge nun auch amerikanische und europäische Fluggesellschaften betroffen. Die Verbindungen von Europa nach Nordamerika sind eine der lukrativsten Routen für die Lufthansa, da dort viele Geschäftsleute mit teuren Business-Class-Tickets unterwegs sind. Manager und Vertriebsleute arbeiten häufig an Bord und wären von einem Laptop-Verbot stark betroffen. Die Lufthansa betreibt auf den Strecken ein Joint Venture mit dem US-Partner United Airlines und Air Canada.

(REU)
 
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