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Taliban kreisen Kabul ein: USA fahnden mit Plakaten nach Bin Laden

zuletzt aktualisiert: 24.08.2008 - 18:47

Kabul (RPO). Die Suche nach Osama Bin Laden nimmt verzweifelte Ausmaße an. Die USA haben in Afghanistan landesweit riesige Fahndungsplakate aufgestellt. Sie zeigen Fotos der führenden Köpfe von Al Qaida. Ob die Plakate eine Wende im Kampf gegen den Terror bringen, ist höchst zweifelhaft. Afghanistan ist längst unregierbar geworden. Die Taliban rücken Kabul gefährlich nahe.

Die haushohen Plakatwände sollen Afghanen motivieren, Hinweise auf den Verbleib des Terroristenführers zu geben. Eine Sprecherin der US-Botschaft in Kabul sagte, insgesamt würden zehn Plakate aufgestellt, zwei davon in der afghanischen Hauptstadt. Sie zeigen die Porträts von Bin Laden, dem Taliban-Anführer Mullah Mohammed Omar sowie von Adam Gadahn, einem US-Mitglied des Terrornetzwerkes El Kaida.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatte eine US-geführte Militärinvasion die radikalislamischen Taliban in Afghanistan gestürzt, die Al Qaida-Mitgliedern Unterschlupf gewährt hatten. Die Fahndung nach Bin Laden blieb bislang erfolglos. Von afghanischen Behörden wird immer wieder vermutet, die Gesuchten hielten sich im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet versteckt.

Die Botschaftssprecherin begründete die Aktion mit der Vermutung, dass es in Afghanistan "viel ungenutzte Information" gebe. Die Fahndungs-Website der US-Regierung verspricht 25 Millionen Dollar (knapp 17 Millionen Euro) für Hinweise, die zur Ergreifung Bin Ladens führen, zehn Millionen Dollar für Mullah Omar sowie eine Million Dollar für Gadahn.

Kabul ist eine belagerte Stadt

Die Summen zeigen, wie verzweifelt die Lage in Afghanistan sich mittlerweile darstellt. Nicht nur die blutigen Anschläge auf Ausländer in Afghanistan häufen sich derzeit dramatisch, auch die heimischen Sicherheitskräfte werden täglich Opfer von islamistischen Rebellen. Experten sehen hinter dem immer mörderischer werdenden Kampf der Taliban die Methoden von Al Qaida.

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