kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Einsatz in Afghanistan: USA fordern mehr Einsatz von Deutschland

zuletzt aktualisiert: 01.07.2009 - 19:05

Berlin (RPO). Deutschland und der Rest Europas zeigen in Afghanistan nicht den Einsatz, den sich die USA wünschen. Ivo Daalder, US-Gesandter bei der Nato, hat Deutschland zu einem stärkeren militärischen und finanziellen Engagement aufgerufen.

"Die USA erfüllen ihren Teil, Europa und Deutschland können und sollten mehr tun", sagte Daalder am Mittwoch in Berlin. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) erwartet ein Ende des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr in fünf bis zehn Jahren.

Die zusätzlichen Truppen, die während des Wahlkampfs zur afghanischen Präsidentschaftswahl an den Hindukusch geschickt würden, sollten auch nach dem Urnengang am 20. August im Land bleiben, forderte Daalder bei einer Konferenz zu den transatlantischen Beziehungen in Berlin. Zur Wahl werden laut Nato insgesamt bis zu 10.000 Soldaten zusätzlich ins Land geschickt.

Die Bundeswehr will ihr Kontingent in Nordafghanistan zur Wahl um rund 600 Mann verstärken. Der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe, sagte der ARD, davon sollten 400 auch nach der Abstimmung in Afghanistan bleiben.

Sie sollten zur Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte eingesetzt werden und die Schnelle Eingreiftruppe (QRF) verstärken. Von weitergehenden Forderung an Deutschland sei der Bundesregierung nichts bekannt.

Daalder rief auch zu finanzieller Unterstützung auf, um die Sicherheitslage in Afghanistan zu verbessern. Von den 19 Milliarden Dollar (13,5 Milliarden Euro), welche die afghanische Armee ab 2010 jährlich benötige, würden allein die USA im kommenden Jahr 7,5 Milliarden Dollar übernehmen.

Die Wirtschaftskrise bremst Europa

Der Sonderbeauftragte des Auswärtigen Amts für Afghanistan und Pakistan, Bernd Mützelburg, räumte ein, dass Europa eine größere Rolle in Afghanistan übernehmen müsse. Dies sei angesichts der Wirtschaftskrise jedoch nicht einfach.

Bundesverteidigungsminister Jung erwartet ein Ende des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr in fünf bis zehn Jahren. Auf die Frage, ob die deutschen Soldaten Afghanistan bis zum Jahr 2020 wieder verlassen haben würden, sagte Jung dem Sender N24: "Davon gehe ich aus. In fünf bis zehn Jahren - das ist meine Botschaft." Im Rahmen der NATO-Truppe in Afghanistan (ISAF) sind derzeit rund 3600 Bundeswehrsoldaten im Einsatz.

In der deutschen Bevölkerung ist die Unterstützung für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr laut einer Erhebung des Forsa-Instituts für das Magazin "Stern" auf einen Tiefstand gesunken. Demnach gaben 61 Prozent der Befragten an, die Bundeswehr sollte sich aus dem Land zurückziehen. Im März 2002 hatten sich noch 62 Prozent für das Engagement am Hindukusch ausgesprochen.

Der Bundestag stimmt am Donnerstag über die Beteiligung der Bundeswehr am geplanten Einsatz von AWACS-Aufklärungsflugzeugen in Afghanistan ab. Bis zu 300 Soldaten sollen an der Überwachung des afghanischen Luftraums mitwirken.

Quelle: AFP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem KZ in Polen entschuldigt. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem nationalsozialistischen Konzentrationslager in Polen entschuldigt, das der Staatschef als "polnisches Todeslager" bezeichnet hatte. mehr

 
 
 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

Top-Services