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Kriegsangst wächst: USA fordern Menschenrechte im Iran ein

zuletzt aktualisiert: 01.02.2007 - 11:48

Washington (RPO). Die USA haben den Iran offiziell aufgefordert, die systematische Unterdrückung seiner Bürger zu unterlassen. Teheran habe die Menschenrechte zu achten. Der Aufruf lässt die üble Ahnung aufkommen, Bush könnte ein Paket von Begründungen für einen Angriff gegen das Land schnüren, dienten den USA doch die Menschenrechte schon früher als Kriegsgrund. Erst kurz zuvor hieß es, der Iran liefere Waffen für Anschläge im Irak.

Teheran müsse die Menschrechte für das ganze iranischen Volk respektieren. Die Regierung müsse diejenigen aus dem Gefängnis entlassen, "die festgenommen wurden, weil sie auf ihrem Recht der Meinungs-, Presse-, Versammlungs- und Religionsfreiheit und fairer Arbeitsverhältnisse bestanden haben", forderte das Weiße Haus in einer Erklärung.

Die USA seien "tief besorgt" darüber, dass die Führung im Iran ethnische Minderheiten, Studenten, Frauen, Gewerkschafter, Journalisten und Akademiker unterdrücke.

Zuvor hatte die US-Armee hat dem Iran vorgeworfen, irakische Extremisten mit Waffen zu versorgen. Im Irak seien Waffen sichergestellt worden, die sich anhand ihrer Seriennummer ins Nachbarland Iran zurückverfolgen ließen, sagte die Nummer Zwei des US-Kontingents im Irak, Generalleutnant Raymond Odierno, der Zeitung "USA Today" vom Mittwoch.

Der Großteil der Waffen, zu denen Panzerabwehr- und Katjuscha-Raketen sowie Autobomben gehörten, gelange in die Hände irakischer schiitischer Extremisten. Einige Iraner, die bei Razzien festgenommen wurden, hatten laut Odierno der US-Armee Hinweise auf Waffenlieferungen aus dem Iran gegeben.

US-Präsident George W. Bush hatte Teheran Anfang der Woche vor einer Einmischung in die Irak-Krise gewarnt. Eine angekündigte Informationsveranstaltung über angebliche iranische Umtriebe im Irak vertagte das Weiße Haus allerdings ohne Begründung.

Laut Medienberichten geht das Pentagon bereits davon aus, dass der Iran hinter einen gezielten Angriff steckte, den Rebellen im Januar auf einen US-Stützpunkt im Irak geführt hatten. Die Angreifer könnten Iraner gewesen oder vom Iran ausgebildet worden sein.

Europäische Politiker befürchten Berichten zufolge, dass die Spannungen zwischen den USA und dem Iran noch im Laufe des Jahres in militärischen Auseinandersetzungen eskalieren könnten.

Quelle: afp

 
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