Streitkräfte-Ausbildung: USA fordern weiter Einsatz deutscher Soldaten im Irak
zuletzt aktualisiert: 09.06.2006 - 06:29Berlin (rpo). Die USA fordern einem Pressebericht zufolge auch weiterhin ein militärisches Engagement Deutschlands im Irak. Dem Bericht nach hat der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld seinen deutschen Amtskollegen Franz Josef Jung (CDU) gebeten, die Bundeswehr solle sich an der Ausbildung irakischer Streitkräfte in Bagdad beteiligen.
Das berichtet die "Berliner Zeitung". Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte eine Beteiligung am Irakkrieg wie auch die spätere Entsendung von Soldaten in das arabische Land vehement abgelehnt.
Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dies bislang ebenfalls abgelehnt. Eine Beteiligung an der Ausbildung irakischer Streitkräfte im Irak sei als Einstieg in eine größere Beteiligung an der US-geführten Mission im Irak zu werten, hieß es dem Bericht zufolge in Regierungskreisen. Wenn man dem Wunsch Washingtons nachkomme, wäre dies "der kleine Finger, dem die ganze Hand folgt." hieß es dort weiter.
Die NATO hatte vor zwei Jahren Ausbildungshilfe für die irakischen Streitkräfte beschlossen. Seither wurden 1000 Offiziere in Bagdad geschult und weitere 500 in Europa, auch an der Hamburger Führungsakademie der Bundeswehr. In den Vereinigten Arabischen Emiraten trainieren deutsche Soldaten zudem irakische Pioniere.
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