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Wegen Forderung nach Waffengesetzen
Republikaner Rick Santorum verhöhnt Schüler

USA: Forderung nach Waffengesetzen - Republikaner Rick Santorum verhöhnt Schüler
Rick Santorum. FOTO: ap
New York. Der republikanische Ex-Präsidentschaftskandidat Rick Santorum hat mit einem umstrittenen Rat an junge Befürworter eines strengeren Waffenrechts in den USA für Empörung in sozialen Medien gesorgt.

Schüler, die jüngst für mehr Waffenkontrolle demonstrierten, sollten sich lieber in Wiederbelebungsmaßnahmen für Opfer schulen lassen statt schärfere Waffengesetze zu fordern, sagte der Republikaner in der CNN-Sendung "State of the Union" am Sonntag.

Und Schüler könnten sich auch gegen Mobbing in ihren Gemeinden engagieren oder versuchen, selbst mit einem gewaltbereiten Schützen fertig zu werden statt Abgeordnete um Gesetze zu ihrem Schutz zu bitten.

USA: Hunderttausende demonstrieren gegen Waffengewalt FOTO: ap, JLM

Am Vortag hatten Hunderttausende Teenager und ihre Unterstützer in Washington und anderen Städten für mehr Waffenkontrolle demonstriert. Angeführt wurden die Kundgebungen von Überlebenden des Massakers mit 17 Toten an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland in Florida.

Wenn es bei den Demonstrationen um mehr als Politik gehen solle, dann müsste es im Land eine breitere Debatte geben, die sich nicht nur um "heuchlerische Waffengesetze" drehen sollte, die ohnehin nicht funktionierten, meinte Santorum.

"Sie wurden aktiv, um andere zu bitten, ein Gesetz zu verabschieden", ergänzte der frühere Senator von Pennsylvania mit Blick auf die Protestler. "Sie wurden aber nicht aktiv in der Frage: 'Wie kann ich als Einzelner mit diesem Problem umgehen?'" Santorum bewarb sich 2012 und 2016 erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner.

(csr/ap)
 
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