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Naher Osten im Kriegszustand: USA holen ihre Leute aus dem Libanon

zuletzt aktualisiert: 17.07.2006 - 09:27

Jerusalem (rpo). Die US-Regierung beginnt mit der Evakuierung ihrer Landsleute aus dem Libanon. 8000 Menschen mit amerikanischem Pass stehen auf einer Warteliste, um mit Hilfe des US-Militärs aus dem Land zu flüchten. Unterdessen lässt Israel seine Angriffe nicht abreißen. In der Nacht wurden bei Luftangriffen erneut mindestens 17 Menschen getötet.

Nach der Entführung zweier israelischer Soldaten durch die Hisbollah und Angriffen Israels auf den Libanon eskaliert die Lage in Nahost.

Wir dokumentieren die sich überschlagenden Ereignisse im Nachrichtenticker:

Montag, 17. Juli, 09.03 Uhr

Der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, sieht kein Ende der Bomben in Nahost. Im ZDF-Morgenmagazin sagte er: "Vielleicht ist die Stunde der Diplomatie noch nicht gekommen."

Montag, 17. Juli, 08.18 Uhr:

UN-Generalsekretär Kofi Annan und der britische Premierminister Tony Blair fordern die Stationierung internationaler Truppen in Nahost.

Montag, 17. Juli, 07.36 Uhr:

UN-Vermittler legen der Hisbollah einen Vermittlungsvorschlag vor, der auf Basis der G-8-Erklärung entstanden ist. Danach sollen die beiden im Libanon verschleppten israelischen Soldaten der libanesischen Regierung übergeben werden.  Anschließend sollen die Soldaten an Israel ausgehändigt werden, das im Gegenzug seine Offensive im Libanon einstellen soll. Bislang hat sich die Hisbollah noch nicht dazu geäußert.

Montag, 17. Juli, 07.00 Uhr:

Israels Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, gibt dem Iran und Syrien Mitschuld an den Angriffen der Hisbollah und der Hamas auf sein Heimatland. Der "Bild"-Zeitung sagt Stein, der Iran habe die radikalen Organisationen mit Raketen beliefert und sie finanziell unterstützt.

Montag, 17. Juli, 05.18 Uhr:

Die US-Regierung hat mit der Evakuierung ihrer Landsleute aus dem Libanon begonnen. 21 Menschen wurden bisher nach Zypern ausgeflogen. Bis der US-Botschafter in Beirut eine allgemeine Evakuierung anordnet, verlassen nur Freiwillige das Land. Von den 25.000 US-Bürgern im Libanon haben sich bisher 8000 auf die Liste der Ausreiswilligen eingetragen.

Großbritannien könnte am Nachmittag mit der Evakuierung der britischen Staatsbürger beginnen. Mehrere britische Kriegsschiffe seien in der Region eingetroffe, informierte das Außenministerium in London. Nach Angaben des Foreign Office leben etwa 10.000 Briten im Libanon, hinzu kommmen weitere 10.000 Menschen mit britischer und libanesischer Staatsbürgerschaft.

Von den 1100 Deutschen, die im Libanon leben, haben bis jetzt 200 das Land verlassen.

Montag, 17. Juli, 03.00 Uhr:

Die Hisbollah feuert Katjuscha-Raketen auf Atlit (zehn Kilometer südlich von Haifa). So weit südlich ist noch nie zuvor eine Rakete eingeschlagen

Montag, 17. Juli, 01.30 Uhr:

Bei einer neuen Angriffswelle der israelischen Luftwaffe werden mindestens 17 Menschen getötet. Allein neun libanesische Soldaten sterben nach Polizeiangaben bei einem Angriff auf einen Stützpunkt des Militärgeheimdienstes in der Küstenstadt Abde im Norden des Landes.

Das israelische Militär teilt mit, dass Katjuscha-Raketen der Hisbollah im Landesinneren Israels eingeschlagen sind. Mehrere Geschosse hätten die Städte Nazareth-Illit und Giwat Hella getroffen, ohne dass es Opfer gegeben habe.

Sonntag, 16. Juli, 21.21 Uhr

Die israelische Armee hat bei einem Angriff auf den Süden des Libanon acht Kanadier getötet. Fünf der Opfer seien Mitglieder einer Familie gewesen, die in einem Haus in der Ortschaft Aitarun von einer israelischen Bombe getroffen worden sei, sagte der kanadische Außenminister Peter McKay am Sonntag dem Fernsehsender CTV. 

Sonntag, 16. Juli, 21.05 Uhr

Der Libanon hat Israel den Einsatz international geächteter Waffen vorgeworfen. Bei ihren Angriffsflügen habe die israelische Luftwaffe Phosphor-Brandbomben auf libanesische Siedlungen abgeworfen, teilte Libanons Präsident Emile Lahoud am Sonntag in einer Erklärung mit. Die Nutzung solcher Waffen sei "eine klare Verletzung internationaler Konventionen, die den Einsatz derartiger Bomben verbieten".

Sonntag, 16. Juli, 20.30 Uhr

Die israelischen Angriffe auf den Libanon haben nach Schätzung von Finanzminister Dschihad Asur Schäden von mindestens 500 Millionen Dollar (397 Millionen Euro) verursacht. Diese Zahl beziehe sich auf zerstörte Infrastruktureinrichtungen wie Straßen oder Kommunikationsnetze, sagte der Minister am Sonntag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Beirut. Eine genaue Bestandsaufnahme der Zerstörungen stehe aber noch aus, sagte Asur.

Sonntag, 16. Juli, 18.10 Uhr

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Gebäude des Zivilschutzes in der südlibanesischen Hafenstadt Tyrus sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens neun Menschen getötet worden. Mehr als 40 wurden bei dem Angriff am Sonntag verletzt, wie die libanesischen Sicherheitskräfte weiter mitteilten. In Rundfunkberichten war von 20 Toten die Rede.

Sonntag, 16. Juli, 18.10 Uhr

Nach langwierigen Verhandlungen haben sich die sieben führenden Industriestaaten und Russland auf dem G8-Gipfel auf eine gemeinsame Erklärung zum Nahost-Konflikt geeinigt. Die Hisbollah müsse die Geiseln freilassen und ihre Angriffe einstellen. Dann müsse auch Israel seine Militäraktionen einstellen.  

Sonntag, 16. Juli, 17.54 Uhr

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana ist in Beirut eingetroffen. Die Reise sei als "Botschaft der Unterstützung und der Solidarität mit dem Libanon" zu verstehen, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Am Montag wollte Solana wieder in Brüssel sein, um dem Rat der EU-Außenminister über seine Gespräche zu berichten.

Sonntag, 16. Juli, 17.50 Uhr

Der Chef der schiitischen Hisbollah-Miliz, Scheich Hassan Nasrallah, hat Israel einen Kampf "mit allen Mitteln" angedroht. "Solange die Feinde keine Grenzen kennen, werden wir auch keine haben", sagte Nasrallah am Sonntag in einer Fernsehansprache. Es gebe "keine rote Linie" mehr für das Vorgehen der Hisbollah. Es war das erste Mal seit der israelischen Bombardierung des Hisbollah-Hauptquartiers im Süden von Beirut, dass sich Nasrallah zu Wort meldete. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, er sei bei den Angriffen verletzt worden.

Sonntag, 16. Juli, 17.42 Uhr

Bei einem israelischen Luftangriff auf die südlibanesische Hafenstadt Tyrus sind mindestens zehn Zivilisten getötet worden. Etwa 20 weitere Menschen wurden verletzt, als eine Rakete vor dem Eingang eines Gebäude im Stadtzentrum eine Menschengruppe traf. Das teilten örtliche Krankenhäuser mit. In dem Gebäude hatten sich mehrere Familien aus Grenzdörfern versammelt, die vor den israelischen Angriffen geflohen waren, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Sonntag, 16. Juli, 17.12 Uhr

EU-Chefdiplomat Javier Solana ist nach Beirut aufgebrochen. Solana werde von Zypern aus mit einem Militärhubschrauber in den Libanon gebracht, teilte das britische Verteidigungsministerium mit. Solana will sich in Beirut im Auftrag der EU um Vermittlung im Konflikt mit Israel bemühen. Seine Reise war ursprünglich schon für Samstag angekündigt worden.

Sonntag, 16. Juli, 16.02 Uhr

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hat die libanesische Hisbollah-Miliz zum Kampf gegen Israel ermutigt. Die Hisbollah erlaube es den "Zionisten" nicht, im Libanon zu tun, was sie wollten, sagte Chamenei am Sonntag in einer Ansprache im staatlichen iranischen Fernsehen.

Sonntag, 16. Juli, 13.56 Uhr

Die israelische Regierung hat Bedingungen für eine Waffenruhe gestellt. Die libanesische Regierung hat die Forderungen nach eigenen Angaben von italienischen Diplomaten erhalten. Israel fordere die Freilassung der von der Hisbollah entführten Soldaten und einen Rückzug der Miliz von der gemeinsamen Grenze, teilte die Regierung in Beirut am Sonntag mit.

Sonntag, 16. Juli, 13.44 Uhr

Bisher haben knapp 200 Deutsche den Libanon verlassen. Sie fuhren mit Unterstützung der deutschen Botschaft in verschiedenen Konvois auf dem Landweg nach Syrien, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin berichtet. Weitere Transporte werden vorbereitet.

Sonntag, 16. Juli, 13.35 Uhr

Die israelischen Streitkräfte haben die Bevölkerung im Süden des Libanons aufgerufen, sich vor einem bevorstehenden Luftangriff in Sicherheit zu bringen. "Wir empfehlen ihnen, ihre Dörfer und Häuser zu verlassen und in den Norden des Landes zu gehen", sagte der General des israelischen Nordkommandos, Udi Adam, der Fernsehnachrichtenagentur APTN. "In drei oder vier Stunden werden wir den Süden des Libanons heftig angreifen."

Sonntag, 16. Juli, 12.15 Uhr

Die iranische Führung hat Israel mit "unvorstellbaren Verlusten" gedroht, falls die Armee einen Angriff auf Syrien plane. "Wir hoffen, dass die zionistische Regierung nicht den Fehler begehen wird, Syrien anzugreifen", sagte Außenamtssprecher Hamid Resa Asefi.

Sonntag, 16. Juli, 10.01 Uhr

Nach dem Raketenangriff auf Haifa hat Ministerpräsident Ehud Olmert weit reichende Konsequenzen angekündigt. "Nichts wird uns daran hindern", erklärte er vor Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag.

Sonntag, 16. Juli, 09.28 Uhr

Die schiitische Hisbollah hat am Sonntag entschieden bestritten, dass ihr Chef Hassan Nasrallah bei einem israelischen Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut verletzt worden sei. Ein ranghohes Hisbollah-Mitgleid, das nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, Nasrallah sei am Leben und bei bester Gesundheit. Bei dem am Sonntag ausgestrahlten Bericht eines privaten israelischen Fernsehsenders, wonach Nasrallah verletzt worden sei, handele es sich um "Propaganda".

Sonntag, 16. Juli, 09.16 Uhr

In Haifa seien mindestens fünf Raketen eingeschlagen, erklärte die Polizei weiter. Einige hätten das Wohngebiet Hadar getroffen, andere das Gebiet in der Nähe einer großen Ölraffinerie. Der Fernsehsender der Hisbollah, Al Manar, berichtete, Ziel des Angriffs sei die Raffinerie gewesen. Auch die Ortschaft Acco wurde von Raketen getroffen. Die Angriffe der libanesischen Hisbollah erfolgten nach einer relativ ruhigen Nacht entlang der israelischen Grenze im Norden des Landes.

Sonntag, 16. Juli, 09.03 Uhr

Ein Raketenangriff der libanesischen Hisbollah auf die israelische Hafenstadt Haifa hat am Sonntag mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei erklärte. Es war der folgenschwerste Angriff auf Israel seit Beginn der Kämpfe entlang der Nordgrenze in der vergangenen Woche.

Sonntag, 16. Juli, 08.55 Uhr

Der französische Präsident Jacques Chirac hat am Sonntag ein Ende der Angriffe auf den Libanon gefordert. Vor einem bilateralen Treffen mit US-Präsident George W. Bush sagte Chirac am Rande des G-8-Gipfels in Sankt Petersburg, er und Bush seien sich einig, dass alle UN-Resolutionen angewendet werden müssten. "Alle Kräfte, die die Sicherheit, Stabilität und Souveränität des Libanons bedrohen, müssen gestoppt werden", erklärte er weiter.

Sonntag, 16. Juli, 08.43 Uhr

Israel hat laut US-Präsident George W. Bush "alles Recht sich zu verteidigen", sollte aber "auf die Folgen achten". Das sei "unsere Botschaft an Israel", sagte Bush am Sonntagmorgen nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Tony Blair am Rande des G-8-Gipfels in St. Petersburg. Verursacht habe den derzeitigen Konflikt im Nahen Osten die libanesische Hisbollah, fügte der US-Präsident hinzu. Es sei "wirklich wichtig für die Welt" darauf hinzuweisen.

Sonntag, 16. Juli, 08.01 Uhr

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die israelische Führung mit Adolf Hitler verglichen. "Ihre Methoden ähneln denen Hitlers. Wenn Hitler einen Angriff begann, erfand er auch einen Vorwand", sagte Ahmadinedschad am Samstag in Teheran. "Die Zionisten sagen, Opfer Hitlers zu sein, aber sie von der selben Natur." Ahmadinedschad verurteilte die Zerstörung von Brücken und Energieanlagen durch die israelische Armee im Libanon. Israel müsse wissen, dass sein Verhalten den "Zorn der Völker" explodieren lassen werde.

Samstag, 15. Juli, 22.04 Uhr

Die Arabische Liga hat den Friedensprozess im Nahen Osten für gescheitert erklärt. "Der Nahost-Prozess ist tot", sagte Generalsekretär Amr Mussa nach einem Krisentreffen der arabischen Außenminister in Kairo.

Samstag, 15. Juli, 20.25 Uhr

Die israelische Armee plant nach eigenen Angaben nicht, ihre Angriffe auch auf Syrien auszuweiten. "Syrien ist kein Ziel unserer Operation", sagte der israelische General Gadi Asinkot. "Was uns betrifft, kämpfen wir gegen die Hisbollah, nicht gegen die Syrer."

Samstag, 15. Juli, 20.17 Uhr

Der libanesische Ministerpräsident Fuad Saniora hat einen sofortigen Waffenstillstand unter dem Patronat der Vereinten Nationen gefordert.

Samstag, 15. Juli, 19.12 Uhr

Die israelischen Streitkräfte haben in Haifa Patriot-Abwehrraketen stationiert, um die Stadt zu schützen. Die Hisbollah hatte die drittgrößte israelische Stadt zum ersten Mal am Donnerstag mit Katjuscha-Raketen beschossen.

Samstag, 15. Juli, 18.44 Uhr

Zum ersten Mal seit Beginn der Offensive im Libanon hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf das Zentrum Beiruts geflogen. Kampfhubschrauber griffen nach Berichten von Augenzeugen einen Leuchtturm und den Hafen an, der sich direkt an das Stadtzentrum anschließt. Die Hubschrauber flogen Beirut den Angaben zufolge vom Mittelmeer aus an. Kurz zuvor beschossen die israelischen Streitkräfte auch den Hafen der nordlibanesischen Stadt Tripolis.

Samstag, 15. Juli, 17.37 Uhr

Die israelische Luftwaffe hat die Schiitenstadt Baalbeck im Bekaa-Tal nahe der Grenze zu Syrien angegriffen. Ziel der Bombenattacke war nach Angaben der libanesischen Polizei das Haus des führenden Hisbollah-Politikers Mohammed Jasbeck. Dieser hielt sich zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch nicht dort auf. Neben dem Haus wurden auch eine Moschee und das Justizgebäude getroffen. Baalbeck ist eine Hochburg der schiitischen Hisbollah.

Samstag, 15. Juli, 15.15 Uhr

Mehrere dutzend deutsche Staatsbürger verlassen mit Hilfe der deutschen Botschaft den Libanon. Seit Stunden sind diverse Konvois Richtung Syrien unterwegs. Die Zahl der Deutschen im Libanon wird auf 1100 geschätzt, von denen etwa 500 die doppelte Staatsbürgerschaft haben.

Samstag, 15. Juli, 14.42 Uhr

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul bezeichnet die Angriffe der israelischen Armee im Libanon "völkerrechtlich völlig inakzeptabel". Sie fordert die israelische Regierung auf, "alles zu tun, die Zivilbevölkerung zu schützen". Dazu sei Israel völkerrechtlich verpflichtet.

Samstag, 15. Juli, 14.28 Uhr:

Ein israelischer Luftangriff zerstört das neunstöckige Hauptquartier der Hisbollah im Süden von Beirut. Das meldet die offizielle libanesische Nachrichtenagentur ANI unter Berufung auf die Polizei.

Samstag, 15. Juli, 13.22 Uhr:

Der bewaffnete Arm der Hisbollah bekennt sich zu einem Raketenangriff auf die nordisraelische Stadt Tiberias, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden.

Samstag, 15. Juli, 12.20 Uhr:

US-Präsident George W. Bush macht die Hisbollah für die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten verantwortlich. Sie habe wiederholt Raketen auf Israel abgefeuert und zwei israelische Soldaten entführt. Er fordert die Gruppe auf, die Waffen niederzulegen und die Angriffe zu stoppen.

Samstag, 15. Juli, 12.11 Uhr:

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon kommen zwölf Menschen ums Leben. Bei den Opfern handelt es sich angeblich um Dorfbewohner, unter denen auch Frauen und Kinder sind. Der Angriff habe sich gegen einen Konvoi von Fahrzeugen gerichtet, berichtet ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP. Er zählte in zwei zerstörten Autos zwölf Tote.

Samstag, 15. Juli, 10.56 Uhr:

Rund 150 Bewohner des libanesischen Dorfes Marwahin an der Grenze zu Israel müssen nach einem Ultimatum der israelischen Streitkräfte ihre Häuser verlassen. Soldaten haben die Bewohner aufgefordert, das Dorf binnen zwei Stunden zu räumen, andernfalls werde die Ortschaft zerstört.

Samstag, 15. Juli, 10.18 Uhr:

Zumindest einer der vier vermissten israelischen Soldaten wird auf dem zerstörten Kriegsschiff tot aufgefunden. Andere Medienberichte sprechen von zwei. Nach den zwei anderen wird noch gesucht.

Samstag, 15. Juli, 10.03 Uhr:

Der israelische Einwanderungsminister Seev Boim sagt im israelischen Hörfunk", sein Land werde Hisbollah-Chef Nasrallah "bei der ersten sich bietenden Gelegenheit" töten.  Für ihn könne es keine Schonung geben. Boim steht dem israelischen Regierungschef Ehud Olmert nahe.

Samstag, 15. Juli, 07.38 Uhr:

Bei einem israelischem Luftangriff auf die libanesische Stadt Hermel an der Grenze zu Syrien werden drei Zivilisten getötet die sich in der Nähe einer Brücke über den Fluss Assi aufhielten.

Auch in der Nähe der nordlibanesischen Stadt Tripoli fliegt die israelische Luftwaffe Angriffe.

Im Südlibanon schlagen Geschosse in der Nähe des Hauses des schiitischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri ein.

Beim Beschuss einer Tankstelle am Rade der größten  südlibanesischen Stadt Sidon wird ein ägyptischer Arbeiter getötet. Drei weitere Ägypter werden verletzt.

Samstag, 15. Juli, 07.30 Uhr:

In der Hafenstadt Tyrus verfehlen Kampfhubschrauber nach libanesischen Angaben nur knapp ein Krankenhaus. Unter den Patienten bricht Panik aus.

Samstag, 15. Juli, 05.37 Uhr:

Die syrische Regierung sagt dem Libanon und den Palästinensern ihre "volle Unterstützung im Widerstand" gegen Israel zu. Die Führung der regierenden Baath-Partei erklärt nach einem Treffen in Damaskus, sie werde jedem Druck auf Syrien oder auf den Widerstand im Libanon und in den Palästinensergebieten trotzen.

Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Barak schließt indes nicht aus, dass Israel auch gegen Syrien militärisch vorgehen wird. "Ich hoffe, das wird nicht notwendig sein", sagte Barak der Zeitung "Welt am Sonntag (WamS)". "Aber die Syrer sponsern die Hamas im Gazastreifen." Außerdem operiere das Hauptquartier der radikalislamischen Hamas von der syrischen Hauptstadt Damaskus aus. Syrien unterstütze auch die libanesische Hisbollah-Miliz logistisch, so gelange etwa ein Teil der Munition, mit dem die Hisbollah Israel beschieße, über den Flughafen von Damaskus in den Libanon.

Samstag, 15. Juli, 00.34 Uhr:

Die israelische Luftwaffe beschießt das Wirtschaftsministerium im Norden von Gaza und  beschädigt es schwer.  Außerdem schlägt nach Angaben palästinensischen Angaben eine Rakete in ein Gebäude im Stadtteil Sudanja eingeschlagen. Angaben über Verletzte gibt es zunächst nicht.

Freitag, 14. Juli, 22.02 Uhr:

Vor Beirut wird ein israelisches Kriegsschiff abgeschossen. Vier Soldaten werden vermisst. Das brennende Schiff mit 80 Besatzungsmitgliedern wird in der Nacht zu israelischen Hafen Haifa geschleppt. Bei einem weiteren Beschuss durch die Hisbollah wird nach israelischen Angaben ein unbeteiligtes Schiff getroffen. Die Besatzung des offenbar unter ägyptischer Flagge fahrenden Schiffes wird angeblich gerettet.

Die Rakete, mit der das israelische Kriegsschiff wird, stammt nach israelischen Angaben aus iranischer Produktion. Wie der staatliche israelische Rundfunk am Samstag unter Berufung auf hochrangige israelische Militärs berichtete, handelte es sich um eine Rakete vom Typ C-802.

Freitag, 14. Juli, 20.23 Uhr:

Der UN-Sicherheitsrat fordert Israel nicht zu einem Waffenstillstand im Libanon auf. Die Dringlichkeitssitzung zur israelischen Offensive ist beendet.  In einer Erklärung begrüßte das Gremium lediglich die Entsendung eines UN-Vermittlerteams durch UN-Generalsekretär Kofi Annan und forderte "alle Staaten und alle betroffenen Parteien auf, mit diesem Team in vollem Umfang zusammenzuarbeiten."

Freitag, 14. Juli, 20.13 Uhr:

Der Chef der radikalilamischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, hat Israel den "offenen Krieg" erklärt. "Ihr habt einen offenen Krieg gewollt, Ihr werdet einen offenen Krieg bekommen", sagte Nasrallah in einer Ansprache im schiitischen Fernsehsender El Manar, kurz nachdem die israelische Luftwaffe sein Büro und sein Haus beschossen hatte. "Dies wird ein Krieg auf allen Ebenen, in Haifa und außerhalb von Haifa", sagte er.

"Unsere Häuser werden nicht die einzigen sein, die zerstört werden, unsere Kinder werden nicht die einzigen sein, die sterben", erklärte Nasrallah. "Wir werden Haifa erreichen und, glaubt mir, sogar noch weiter." Der israelische Heereschef Dan Haluz warnte am Freitag im israelischen Fernsehen, die Hisbollah verfüge über Raketen mit einer Reichweite von mindestens 70 Kilometern.

Nasrallah sprach auch von einem Kriegsschiff, dass Beirut angegriffen habe und nun "brennt und sinkt". Dias israelische Fernsehen berichtete, ein Kriegsschiff vor der Küste Libanons habe leichten Schaden erlitten, es gebe aber keine Verletzten.

Freitag, 14. Juli, 19.56 Uhr:

Der Israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Abend nach Beratungen mit dem Generalstab grünes Licht für weitere Luftangriffe auf den Libanon gegeben. Olmert habe eine Liste mit neuen Angriffszielen gebilligt, berichtete der öffentlich-rechtliche israelische Rundfunk. Genauere Angaben wurden nicht gemacht.

Freitag, 14. Juli, 19.52 Uhr:

US-Präsident George W. Bush lehnte eine Bitte der libanesischen Regierung ab, Israel zu einer Einstellung der Luftangriffe zu bewegen. "Der Präsident wird keine militärischen Entscheidungen für Israel treffen", stellte der Präsidenten-Sprecher Tony Snow in Washington klar.

Freitag, 14. Juli, 18.55 Uhr:

Das Hauptquartier der libanesischen Hisbollah in Beirut ist zerstört. Auch das Büro und der Wohnsitz von Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah seien bei einem israelischen Luftangriff getroffen worden, teilte die Miliz mit. Nasrallah und seine Familie seien aber in Sicherheit. Fünf schwere Explosionen hatten am Abend den Beiruter Stadtteil Haret Hreik erschüttert, wo sich das Hauptquartier der Hisbollah befindet. Über dem Viertel waren Rauchwolken zu sehen.

Freitag, 14. Juli, 18.41 Uhr:

Bei den israelischen Luftangriffen auf den Süden des Libanon ist offenbar eine deutsch-libanesische Familie getötet worden. Die Familie aus Mönchengladbach war laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" zu Besuch bei Verwandten, als deren Haus in der Ortschaft Schoher gegen vier Uhr am Donnerstagmorgen zerstört wurde. Darin sei neben dem Ehepaar auch dessen 14-jährige Tochter ums Leben gekommen, die zuletzt ein Gymnasium in Mönchengladbach besucht habe. Der laut anderen Berichten 13-jährige Sohn liege traumatisiert in einer Klinik. Laut auswärtigem Amt gibt es Hinweise auf die Geschehnisse, aber noch keine Fakten. Die deutsche Botschaft sei eingeschaltet. Die SZ berief sich auf Familienkreise der Opfer.

Freitag, 14. Juli, 18.33 Uhr:

Der Libanon hat den Weltsicherheitsrats bei einer Dringlichkeitssitzung um Hilfe angerufen. Der libanesische Gesandte bezeichnete Israels Angriffe auf sein Land als "barbarische Aggression". "Was Israel unternimmt, ist ein Akt der Aggression und Verwüstung, der darauf abzielt, den Libanon in die Knie zu zwingen", erklärte er. Der Sicherheitsrat müsse auch die israelische Seeblockade gegen sein Land beenden. Israels UN-Botschafter erinnerte einmal mehr an die Entführung zweier Soldaten: "Israels Handlungen waren eine Reaktion auf einen kriegerischen Akt des Libanons."

Freitag, 14. Juli, 18.10 Uhr:

Syrien distanziert sich von der libanesischen Hisbollah. "Syrien will in keiner Weise in den Konflikt hineingezogen werden", sagte Botschafter Sami Chijami am Freitag in einem BBC-Interview. "Es bemüht sich wirklich, die Spannungen zu vermindern." Auf die Frage, ob Syrien die Hisbollah zur Einstellung ihrer Raketenangriffe aufgerufen habe, erwiderte Chijami: "Natürlich."

Syrien hat erheblichen Einfluss auf die libanesische Politik und gilt als Unterstützer der Hisbollah. Israel hatte vermutet, dass Syrien  und der Iran in die Entführung von israelischen Soldaten verwickelt gewesen seien.

Freitag, 14. Juli, 18.03 Uhr:

Die israelische Luftwaffe hat im Süden von Beirut erneut den Vorort Haret Hreik bombardiert. Das berichtete der Fernsehsender der radikalislamischen Hisbollah, El Manar. Das Viertel beherbergt mehrere Büros der Hisbollah.

Freitag, 14. Juli, 16.48 Uhr:

Israel hat Bedingungen für ein Ende des Kriegs im Libanon gestellt. Ministerpräsident Ehud Olmert verlangte erstens, das die Hisbollah die beiden im Südlibanon entführten israelischen Soldaten freilasse. Zweitens soll die Hisbollah ihre Raketenangriffe einstellen. Drittens sollen aller libanesischen und nicht-libanesischen Milizen entwaffnet und aufgelöst werden. Wenn diese Bedingungen erfüllt seien, sei Israel zur Kooperation mit der UN-Delegation von Generalsekretär Kofi Annan bereit. 

Von der internationalen Gemeinschaft befürchtet Israel laut israelischem Militärrundfunk keinen allzu starken Druck, "solange die Angriffe im Wesentlichen auf die Hisbollah zielen". Einige Minister hätten gesagt, Israel müsse allerdings direkte Angriffe auf die libanesische Infrastruktur vermeiden.

Freitag, 14. Juli, 16.14 Uhr:

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat in einem Telefongespräch mit UN-Generalsekretär Kofi Annan bekräftigt, die Offensive im Libanon bis zur Entwaffnung der Hisbollah-Miliz fortführen zu wollen. Olmert ließ aber die Ankunft eines UN-Teams zu, das einen Waffenstillstand vermitteln soll.

Bei Luftangriffen auf den schiitischen Süden von Beirut hat es Tote und zahlreiche Verletzte gegeben. Die Angriffe waren am Vorabend mit Flugblättern angekündigt worden. In den dicht besiedelten südlichen Stadtteilen liegen das Hauptquartier der Hisbollah und der Fernsehsender der Organisation, Al Manar. Nach den Angriffen bot sich ein Bild der Verwüstung. Neben Häusern und zwei Brücken wurde auch ein Treibstofftank bei einem Kraftwerk getroffen. Trümmer stürzten auf geparkte Autos. Feuerwehrleute bemühten sich verzweifelt, die zahlreichen Brände zu löschen. Das Hauptquartier der Hisbollah blieb nach der Beobachtung von Journalisten jedoch unversehrt.

Der Flughafen von Beirut ist mehrere Stunden lang von Kampfflugzeugen bombardiert worden. Es wurden Brücken der Fernstraße nach Damaskus zerstört.

Freitag, 14. Juli, 15.06 Uhr:

Bei einem neuerlichen Angriff auf den internationalen Flughafen der libanesischen Hauptstadt Beirut hat die israelische Luftwaffe einen Hangar beschossen. Es war der vierte israelische Luftangriff auf den Flughafen seit der Nacht zu Donnerstag.

Freitag, 14. Juli, 14.13 Uhr:

Die libanesische Regierung hat US-Präsident George W. Bush gebeten, Israel zu einer Einstellung der Luftangriffe zu bewegen. Ministerpräsident Fuad Saniora führte am Freitag ein Telefongespräch mit Bush, um die gespannte Lage zu erörtern. Bush habe zugesagt, in Israel darauf hinzuwirken, die Schäden im Libanon zu begrenzen und die Zivilbevölkerung zu schonen, erklärte anschließend das Büro des Regierungschefs in Beirut und das Weiße Haus.

Freitag, 14. Juli, 13.33 Uhr:

Die israelische Luftwaffe hat auch das Flughafengebäude des internationalen Flughafens von Beirut bombardiert. Dies berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Bislang hatten die israelischen Kampfjets ihre Angriffe auf die Pisten des Flughafens beschränkt.

Freitag, 14. Juli, 11.32 Uhr:

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana wird am Samstag zu Krisengesprächen im Nahen Osten aufbrechen, um die Vermittlungsbemühungen der Vereinten Nationen zu unterstützen. Das kündigte der finnische Außenminister Erkki Tuomioja an.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte am Vortag bereits die Entsendung einer ranghohen Vermittlermission in den Nahen Osten angekündigt.

Freitag, 14. Juli, 11.31 Uhr:

Die Europäische Union befürchtet, dass die israelischen Angriffe auf den Libanon Syrien in die Kämpfe hineinziehen könnten. Die Situation sei schon "sehr schlimm" und könne sich noch weiter verschlechtern, erklärte der finnische Außenminister Erkki Tuomioja, dessen Land gegenwärtig die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Es sei zu befürchten, dass sich der Konflikt noch ausweite, besonders auf Syrien. Die Konsequenzen seien dann nicht mehr zu kontrollieren.

Freitag, 14. Juli, 11 Uhr:

Der russische Präsident Wladimir Putin rief Israel und die militanten Palästinenser am Freitag auf, ihre Kämpfe unverzüglich einzustellen. "Keine Geiselnahme ist akzeptabel, aber auch nicht die Anwendung umfassender Gewalt als Antwort auf diese, wenn auch unrechtmäßigen Aktionen", erklärte Putin. "Wir fordern alle an dem Konflikt beteiligten Parteien auf, das Blutvergießen sofort zu beenden."

Freitag, 14. Juli, 10.31 Uhr:

Israelische Kampfflugzeuge haben am Freitag zum dritten Mal den Internationalen Flughafen von Beirut angegriffen. Zwei Raketen schlugen auf einer der drei Landebahn ein, wie ein Sprecher mitteilte. Rund eine Stunde zuvor waren die fünf auf dem Flughafen verbliebenen Maschinen der staatlichen Middle East Airlines aus Sicherheitsgründen in Richtung Jordanien gestartet.

Freitag, 14. Juli, 7.55 Uhr:
 
Israel hat indirekt mit der Tötung von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah gedroht. Der Chef der schiitischen Miliz habe sein "Schicksal selbst besiegelt", sagte der israelische Innenminister Ron Bar On am Freitagmorgen im israelischen Rundfunk. "Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt mit ihm abrechnen."

Der israelische Justizminister sagte im Militärrundfunk, sein Land kämpfe mit den gleichen Mitteln gegen die Hisbollah wie die USA gegen das Terror-Netzwerk al Qaida oder Russland gegen "tschetschenische Terroristen". Hassan Nasrallah steht seit 14 Jahren an der Spitze der politisch-militärischen Organisation, die eine Art Parallelmacht im Libanon bildet und sich als Speerspitze beim Widerstand gegen Israel sieht.

Freitag, 14. Juli, 5 Uhr:

Die Hisbollah hat Israel in der Nacht zum Freitag weiter mit Raketen angegriffen. Verletzt wurde niemand. Innerhalb von 48 Stunden seien damit insgesamt 150 Raketen im Norden Israels eingeschlagen, sagte Militärsprecher Hauptmann Jacob Dallal. 220.000 Israelis lebten derzeit in Schutzräumen.

Freitag, 14. Juli, 4.31 Uhr:

Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben ein Elektrizitätswerk rund 25 Kilometer südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut bombardiert. Die Anlage in Dschije an der Küste stehe in Flammen, teilte die libanesische Polizei mit. Nach Polizeiangaben wurde unter anderem die Sfeir-Brücke im Süden der Hauptstadt zweimal beschossen. Der Angriff sei durch Luftabwehrgeschütze erwidert worden.

Freitag, 14. Juli, 3.18 Uhr:

Die israelische Luftwaffe bombardiert die Hochburgen der schiitischen Hisbollah in den südlichen Stadtteilen von Beirut. Im Süden von Beirut hat Hisbollah-Führer Scheik Hassan Nasrallah sein Büro und seinen Wohnsitz, außerdem befindet sich dort der Sitz des Schura-Rats, des Entscheidungsgremiums der Organisation, sowie deren Fernsehsender Al Manar.

Es wurden mindestens vier Angriffe geflogen. Nach Angaben der Hisbollah wurde unter anderem einen Brücke getroffen. Vom Boden aus wurden Luftabwehrgeschosse abgefeuert. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.

Freitag, 14. Juli, 1.56 Uhr:

Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben in der Nacht zum Freitag Stellungen der Hisbollah-Miliz an der libanesisch-syrischen Grenze angegriffen. Israelische Jadgbomber hätten viermal auf Ziele in der Nähe der Stadt Hermel geschossen, teilte die libanesische Polizei mit.

Iran drohte für den Fall eines Angriffs auf Syrien mit einer "scharfen Antwort". Die USA mahnten Israel zur Zurückhaltung. Der US-Sicherheitsrat berief eine Dringlichkeitssitzung ein.

Freitag, 14. Juli, 0.31 Uhr:

Die israelische Luftwaffe hat die Verbindungsstraße zwischen Beirut und Damaskus bombardiert. Die Schnellstraße windet sich von Beirut auf die Anhöhe der Berge und führt dann hinab ins Bekaa-Tal und nach Syrien. Nachdem Israel am Mittwoch und Donnerstag eine Seeblockade vor der libanesischen Küste verhängt und den Flughafen von Beirut bombardiert hatte, blieb diese Straße die Hauptverbindung des Libanons ins Ausland.


 
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