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Ausnahme für Bundesstaat
US-Regierung will Ölbohrungen vor Florida doch nicht erlauben

USA: Regierung will Ölbohrungen vor Florida doch nicht erlauben
Eine Ölplattform im Golf von Mexiko (Symbolfoto). FOTO: British Petroleum / dpa
Miami. Die US-Regierung will fast alle Meeresschutzgebiete für die Öl- und Gasförderung öffnen. Eine große Ausnahme soll aber geben: Florida wird von der Entscheidung ausgenommen. Auch Kalifornien fordert nun eine Ausnahmeregelung.

Nach Gesprächen mit Floridas Gouverneur Rick Scott nehme er den Bundesstaat gänzlich von allen Erwägungen zu neuen Öl- oder Gasplattformen aus, teilte US-Innenminister Ryan Zinke am Dienstag (Ortszeit) nach einem Treffen mit Scott in Floridas Hauptstadt Tallahassee mit.

Damit berücksichtige er, dass Florida "einzigartig" sei und seine Küstengebiete wirtschaftlich stark vom Tourismus abhingen, führte Zinke aus. Der Republikaner Scott begrüßte die Entscheidung der US-Regierung. "Wir können uns jetzt darauf konzentrieren, wie wir unsere Umwelt besser schützen", erklärte er.

Die US-Regierung hatte vergangene Woche angekündigt, 90 Prozent der US-Küstengebiete für die Öl- und Gasförderung zu öffnen und damit Schutzbestimmungen des früheren US-Präsidenten Barack Obama aufzuheben. Die Ankündigung wurde nicht nur von Umweltorganisationen, sondern auch von mehreren betroffenen Bundesstaaten kritisiert, darunter neben Florida auch Kalifornien, New Jersey und Virginia.

Der kalifornische Justizminister Xavier Becerra forderte nach Zinkes Ankündigung, die Ausnahmeregelung auch auf seinen Bundesstaat anzuwenden. "Kalifornien ist auch 'einzigartig' und unsere 'Küsten sind wirtschaftlich sehr abhängig vom Tourismus'", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Wenn das Ihre Kriterien sind, müssen wir auch von dieser Liste gestrichen werden. Sofort", forderte Becerra den US-Innenminister auf.

Zinke hatte vergangene Woche erklärt, das Vorhaben sei Teil der von Präsident Donald Trump ausgegebenen Leitlinie "America First" (Amerika zuerst). Unter Trump würden die USA "die größtmögliche Supermacht" in Sachen Energie werden, weil das Land "die Möglichkeiten dazu" habe.

(das/AFP)
 
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