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Trotz jüngster Bluttaten
US-Repräsentantenhaus stimmt für Lockerung des Waffenrechts

USA: Repräsentatenhaus stimmt für Lockerung von Waffenrecht
Ein Mann probiert beim Black Friday Verkauf im Rural King store in Gainesville (USA) eine Waffe aus. FOTO: dpa, kno/ Brad Mcclenny
Washington. Von strengeren Waffenkontrollen will das US-Abgeordnetenhaus nichts wissen. Trotz zahlreicher Massenschießereien versuchen die Mitglieder nun sogar, das Waffenrecht weiter aufzuweichen.

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf zur Lockerung der Beschränkungen beim verdeckten Tragen von Waffen beschlossen. 231 Abgeordnete stimmten in Washington dafür, dass verdeckt getragene Waffen künftig auch über Grenzen in Bundesstaaten oder an Orte gebracht werden können, die eigentlich schärfere Waffengesetze haben. 198 Abgeordnete stimmten dagegen. Der Gesetzentwurf muss noch in den Senat, wo die Zustimmung nicht als sicher gilt.

Die ehemalige Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords kritisierte den Beschluss des Repräsentantenhauses. "Nach zwei der schlimmsten Massentötungen in der Geschichte unserer Nation hat der Kongress direkte Anweisungen von der Waffenlobby entgegengenommen und einen Gesetzentwurf verabschiedet, der existierende Bundesgesetze außer Kraft setzt und es gefährlichen, unerfahrenen Menschen erlaubt, Waffen in jeden Staat und in jede Stadt mitzunehmen", erklärte Giffords.

Vor zwei Monaten hatte ein Mann in Las Vegas 58 Konzertbesucher erschossen; einen Monat später tötete ein Mann 25 Menschen in einer texanischen Kirche.

Giffords war 2011 im Bundesstaat Arizona selbst Opfer eines Schützen geworden. Die damalige demokratische Abgeordnete überlebte mit schweren Kopfverletzungen und engagiert sich seither im Kampf gegen die laxen Waffengesetze in den USA.

 
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