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Leprich kommt nach Rumänien, Ungarn oder Deutschland: USA schieben ehemaligen KZ-Aufseher ab

zuletzt aktualisiert: 25.11.2003 - 08:14

Detroit (rpo). Der ehemalige KZ-Aufseher Johann Leprich wird nach dem Beschluss eines US-Bundesrichters ins Ausland abgeschoben. Leprich gehörte zum Totenkopf-Bataillon der SS und war Aufseher im Lager Mauthausen, wo 119.000 Gefangene hingerichtet wurden.

Richter Larry Dean folgte am Montag in Detroit dem Antrag der Regierung, den 78-jährigen Johann Leprich ins Ausland abzuschieben. Dafür kommen sein Heimatland Rumänien, Ungarn oder auch Deutschland in Frage, wie ein Sprecher der Einwanderungsbehörde mitteilte.

Leprich war nach eigenem Geständnis Mitglied des Totenkopf-Bataillons der SS und Aufseher im Lager Mauthausen in Österreich, wo von 1938 bis Kriegsende 119.000 Gefangene hingerichtet wurden oder den Strapazen der Zwangsarbeit erlagen.

Leprich hatte sich mehr als 50 Jahre den US-Behörden entzogen, bis er Anfang Juli in seinem Haus in Clinton Township im US-Staat Michigan festgenommen wurde, wo er mit seiner Frau und seinem Sohn lebte.

Leprich kam bereits 1952 in die Vereinigten Staaten und erhielt nach sechs Jahren die amerikanische Staatsbürgerschaft. Diese wurde ihm aber 1987 wegen falscher Angaben in seinem Einwanderungsantrag wieder entzogen. Vor der drohenden Abschiebung floh Leprich damals nach Kanada. Seitdem hielt er sich nach Angaben der Behörden abwechselnd dort und in den USA auf.


 
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