Seit Jahren keine verlässlichen Hinweise: USA tappen bei Bin-Laden-Suche im Dunkeln
zuletzt aktualisiert: 06.12.2009 - 21:36Washington (RPO). Die Auskunft des US-Verteidigungsministers Robert Gates ist alles andere als ein Lob für die amerikanischen Geheimdienste: Demnach haben die USA schon seit Jahren keine verlässlichen Informationen mehr über den Aufenthaltsort von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.
Berichte, wonach jener vor kurzem in Afghanistan gesehen wurde, könne er nicht bestätigen, sagte Gates in einem Interview des Fernsehsenders ABC. Man vermute, dass er sich in der pakistanischen Grenzregion Nord-Waziristan verstecke. Medien hatten in den vergangenen Tagen von Gerüchten berichtet, wonach Bin Laden mehrfach gesehen worden sein soll.
Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, James Jones, sagte unterdessen, dass Bin Laden sich Geheimdienstinformationen zufolge offenbar in Nord-Waziristan aufhalte und von dort auch immer wieder nach Afghanistan hinüberwechsle. Jones beschrieb die Grenzregion im Gespräch mit dem Sender CNN als ein "sehr, sehr unwegsames Berggebiet", über das die pakistanische Regierung keine Kontrolle habe. Die USA müssten sicherstellen, dass Bin Laden als Symbolfigur Al Kaidas entweder auf der Flucht, gefangen oder getötet sei, sagte Jones weiter.
Außenministerin Hillary Clinton betonte in einem Interview, es sei zwar wichtig, Bin Laden und andere Al-Kaida-Führer entweder zu fangen oder zu töten. Aber obwohl dies noch nicht gelungen sei, gebe es "enorme Fortschritte" im Kampf gegen den Terrorismus, sagte Clinton am Sonntag im Sender NBC.
Die Gefangennahme Bin Ladens hatte nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eine hohe Priorität für die USA. Zuletzt war davon aber immer weniger die Rede, je länger sich die Suche nach ihm hinzog.
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