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Übung im Japanischen und Gelben Meer
USA und Südkorea starten gemeinsames Militärmanöver

USA und Südkorea starten gemeinsames Seemanöver mitten in Nordkorea-Krise
Ein US-amerikanischer F-35 Tarnkappenjäger am Flughafen von Seoul (Symbolbild). FOTO: dpa, AY
Seoul. Die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben ein großes Seemanöver gestartet. Im Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm wird laut US-Außenminister Tillerson aber so lange verhandelt, "bis die erste Bombe fällt".

An dem fünftägigen Manöver werden sich etwa 40 Marineschiffe einschließlich des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan sowie zweier US-Zerstörer beteiligen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Montag mit. Nach Angaben der 7. Flotte der US-Kriegsmarine soll die Übung "einen sichtbaren und koordinierten Einsatz der Allianz" demonstrieren. 

Die Übungen sollen sowohl im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) als auch im Gelben Meer vor der Westküste stattfinden. Beide Verbündeten halten regelmäßig gemeinsame Übungen zu Wasser, Land und in der Luft ab. Nordkorea wirft den USA vor, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten. 

In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen in der Region deutlich verschärft. Am Sonntag betonte Außenminister Rex Tillerson jedoch, dass Präsident Donald Trump eine diplomatische Lösung im Konflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm wolle. "Diese diplomatischen Bemühungen werden weitergehen, bis die erste Bombe fällt", sagte Tillerson dem Sender CNN. Trump hatte mehrfach mit Alleingängen gegen die kommunistische Führung in Pjöngjang gedroht.

Der UN-Sicherheitsrat hatte nach dem sechsten Atomtest Nordkoreas vom 3. September die Sanktionen gegen das Land ausgeweitet. Mit dem Test hatte das diplomatisch isolierte Nordkorea gegen UN-Resolutionen verstoßen.

(oko/dpa)
 
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