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Spende an Klöster: Versöhnungsgeste der Junta

zuletzt aktualisiert: 08.10.2007 - 14:28

Rangun (RPO). Zynische Geste der Generäle in Birma: Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Demokratiebewegung wollen sie sich nun offenbar vom Volkszorn "freikaufen". Nach Angaben der staatlichen Medien spendete die Regierung mehrere tausend Dollar, Essen und Medikamente an buddhistische Klöster in Rangun.

Im Zuge der friedlichen Proteste für mehr Freiheit und Demokratie in Birma hatten die Mönche im vergangenen Monat Spenden von Soldaten und deren Familien noch boykottiert. Ende September waren von den Mönchen angeführt rund 100.000 Menschen auf die Straßen von Rangun gegangen. Bei der blutigen Niederschlagung der Demonstrationen durch die Militärjunta wurden mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 2100 festgenommen.

Die regierungsnahe Zeitung "New Light of Myanmar" berichtete, ein Mitglied des Verteidigungsministers habe rund 8000 Dollar sowie Reis, Öl, und Medikamente an mehr als 50 Klöster verteilen lassen. Die Spenden seien im Auftrag von Militärangehörigen und deren Familien erbracht und von den Mönchen angenommen worden.

Die Annahme der Spenden weist der buddhistischen Lehre zufolge darauf hin, dass die Soldaten zum Glauben zurückgebracht wurden. Die Spenden waren die letzte in einer Reihe von Maßnahmen, mit denen das Militär den nationalen und internationalen Druck auf das Regime verringern möchte.

Am Wochenende verkündete die Junta die Freilassung von mehr als 2171 Festgenommenen. Dabei unterstrich sie, dass auch fast 400 der 533 festgenommenen Mönche "in ihre Klöster zurückgeschickt" worden seien.

Der UN-Sicherheitsrat berät am Montag über eine Verurteilung des birmanischen Militärregimes. Die nicht-bindende Erklärung wurde von den USA, Großbritannien und Frankreich konzipiert und verurteilt die "gewalttätige Niederschlagung der friedlichen Proteste". Zudem drängt der Text die Militärregierung dazu, die "repressiven Maßnahmen zu beenden" und Häftlinge sowie politische Gefangene freizulassen, darunter auch die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. Diplomaten gehen jedoch davon aus, dass die Erklärung durch China, Russland und möglicherweise auch Indonesien noch abgeschwächt wird.

Quelle: afp

 
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