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Verstöße gegen Waffenruhe
Tote und Verletzte in der Ostukraine

Verstöße gegen Waffenruhe: Tote und Verletzte in der Ostukraine
Ein ukrainischer Soldat untersucht einen Krater. FOTO: dpa, sd sh
Kiew. Die Waffen schweigen trotz aller Abkommen offenbar nicht: Bei Verstößen gegen die Waffenruhe im Konfliktgebiet Donbass sind mindestens zwei ukrainische Soldaten getötet worden.

Acht weitere wurden bei den Kämpfen gegen prorussische Separatisten verletzt, wie Präsidialamtssprecher Alexander Motusjanik am Samstag in Kiew mitteilte. Drei Angehörige der Nationalgarde wurden zudem durch einen Sprengsatz verwundet. In Saizewe an der Trennlinie zu den Aufständischen wurde eine Zivilistin bei Granatbeschuss verletzt.

Schwerpunkt der Kämpfe waren die Orte Majorsk, Awdijiwka und Trojizke auf einer Linie westlich bis nordöstlich der Separatistenhochburg Donezk. Die Aufständischen sollen schwere 120-Millimeter-Geschosse eingesetzt haben. Mörser dieses Kalibers sollten dem Minsker Abkommen zufolge längst abgezogen sein. Die Umsetzung des im Februar 2015 vereinbarten Friedensplans stockt aber. Weder Feuerpause noch Waffenabzug sind bisher vollständig umgesetzt. Zudem erhöhte sich zuletzt wieder die Zahl von Toten und Verletzten bei Kämpfen.

Die Führung in Kiew verhängte nach dem umstrittenen Urteil eines russischen Gerichts gegen die ukrainische Soldatin Nadeschda Sawtschenko Sanktionen gegen Beteiligte des Mordprozesses. In Moskau sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dazu, Präsident Wladimir Putin habe über einen möglichen Austausch der Pilotin noch nicht entschieden.

(felt/dpa)
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