Aus Clintons Regierungszeit: Vertrauliche Daten aus US-Nationalarchiv verschwunden
zuletzt aktualisiert: 20.05.2009 - 07:17Washington (RPO). Aus dem Nationalarchiv der USA ist eine große Menge an vertraulichen Daten aus der Regierungszeit des früheren Präsidenten Bill Clinton verschwunden.
Es handele sich unter anderem um Sozialversicherungsnummern, Adressen sowie interne Vorschriften des Geheimdienstes und des Weißen Hauses, sagte Archivsprecherin Susan Cooper am Dienstag in Washington.
Auch Protokolle von Veranstaltungen seien darunter. Die Daten seien auf einer Computer-Festplatte gespeichert, die spurlos verschwunden sei.
Betroffene Personen sollen nach Angaben von Cooper über den Datenverlust informiert werden. Darunter sei auch eine der drei Töchter des früheren Vizepräsidenten Al Gore, deren Sozialversicherungsnummer auf der Festplatte gespeichert sei. Auch Clinton wurde informiert; es war aber zunächst nicht bekannt, ob auch persönliche Daten des Expräsidenten betroffen waren.
"Die Festplatte enthält eine bislang nicht bekannte Menge an personenbezogenen Daten von Mitarbeitern und Besuchern des Weißen Hauses", hieß es in einer Erklärung Coopers.
Das Speichermedium sei zwischen Oktober und März aus einem Archivgebäude im Washingtoner Vorort College Park verschwunden und enthalte ein Terabyte Daten. Die Bundespolizei FBI leitete Ermittlungen ein.
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