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DOSB-Präsident verharmlost Olympia-Zensur: Vesper bereut Rechtsextremisten-Vergleich

zuletzt aktualisiert: 06.08.2008 - 08:41

Köln (RPO). Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, hat nach heftiger Kritik seine Äußerungen zur Zensur in Peking relativiert. Der frühere Grünen-Minister hatte erklärt, auch in Deutschland würden ähnlich wie in China fragwürdige Internet-Seiten gesperrt - etwa die von Rechtsextremisten.

Michael Vesper hat eine Sturm der Entrüstung ausgelöst.  Foto: ddp, ddp
Michael Vesper hat eine Sturm der Entrüstung ausgelöst. Foto: ddp, ddp

Er habe die Sperrung rechtsextremistischer Webseiten in Deutschland nicht auf eine Stufe mit politischer Zensur in China gestellt, sagte Vesper am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Er habe diesen Vergleich auf keinen Fall ziehen wollen.

Der Sportfunktionär sagte, ein derartiger Vergleich wäre absurd und falsch. "Ich lehne die Internetzensur und die Einschränkung der Pressefreiheit in China entschieden ab." Journalisten in Peking konnten zuletzt auch Menschenrechts-Websites wie die von amnesty international nicht anwählen.

Vesper hatte in der am Sonntag ausgestrahlten ARD-Sendung "Weltspiegel" gesagt, dass in allen Ländern der Welt Webseiten blockiert würden. "Bei uns sind es rechtsradikale Seiten, die gesperrt werden. Und es ist natürlich auch in China so, dass einzelne Seiten gesperrt werden." Politiker von SPD und Grünen warfen ihm am Dienstag vor, das Vorgehen der chinesischen Behörden zu verharmlosen.

Quelle: ap

 
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