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Stadt Tus Churmatu
Viele Tote bei Selbstmordattentat im Nordirak

Bagdad. Im Nordirak sind bei einem Selbstmordattentat mindestens 24 Menschen getötet worden. Dutzende wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich in nordirakischen Stadt Tus Churmatu.

Aus Sicherheitskreisen hieß es am Dienstag, mindestens 24 Menschen seien getötet worden. Ein Selbstmordattentäter habe sich auf einem belebten Obst- und Gemüsemarkt in die Luft gesprengt. Die Zahl der Verletzten lag nach offiziellen Angaben bei 61.

Zunächst war unklar, wer für die Explosion verantwortlich war. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich in der Vergangenheit zu zahlreichen Attentaten im Irak bekannt.

Tus Churmatu rund 180 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad ist ein Ort, in dem Kurden, Araber und Turkmenen leben. Er gehört zu den Gebieten, auf die sowohl die Zentralregierung in Bagdad als auch die kurdische Regionalregierung im Nordirak Anspruch erheben.

Im Konflikt um das kurdische Unabhängigkeitsreferendum brachten Truppen der Zentralregierung Tus Churmatu Mitte Oktober unter Kontrolle. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit kurdischen Peschmerga-Kämpfern.

(hebu/dpa)
 
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