| 19.49 Uhr

Nato-Gipfel im Juli
Bulgarien gegen Initiative im Schwarzen Meer

Sofia. Vor dem Nato-Gipfel im Juli schließt Bulgarien eine Teilnahme an einer Flottille im Schwarzen Meer gegen Russland aus. Dazu äußerte sich der Außenminister in Sofia.

"Bulgarien ist niemals Verpflichtungen eingegangen, sich an regionalen Initiativen im Schwarzen Meer zu beteiligen", sagte Außenminister Daniel Mitow am Freitag in Sofia. "Verstärkte Verteidigungspräsenz und Übungen sollen nur unter dem Kommando und unter der Flagge der Nato erfolgen", betonte Mitow.

Nato-Gipfel im Juli

Damit lehnt Bulgarien eine regionale Anregung ab, zusammen mit Rumänien, der Türkei und der Ukraine im Schwarzen Meer eine  Flottille gegen Russland zu formieren. Als Reaktion auf die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin soll beim Nato-Gipfel in Warschau am 8. und 9. Juli ein Paket neuer Abschreckungsmaßnahmen des westlichen Verteidigungsbündnisses vorgelegt werden.

Bulgarien werde sich mit einem Bataillon von bis zu 400 Mann an einer multinationalen Brigade in Rumänien beteiligen, bekräftigte Verteidigungsminister Nikolaj Nentschew. Die Soldaten sollen in Bulgarien stationiert werden und nach dem Rotationsprinzip an gemeinsamen Nato-Übungen teilnehmen.

(dpa/vondi/isw)
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