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Vor Gipfel in Elmau
Merkel: Derzeit keine Rückkehr Moskaus zu G8

Schloss Elmau – Herberge des G7-Gipfels in Bayern
Schloss Elmau – Herberge des G7-Gipfels in Bayern FOTO: dpa
Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine Rückkehr Russlands in die Gruppe von acht wichtigen Industrienationen (G8) derzeit für unrealistisch. "Eine Teilnahme Russlands ist zurzeit nicht vorstellbar", sagte die CDU-Vorsitzende in einem Interview in Berlin.

Sie betonte aber: "Manche Konflikte, etwa den in Syrien, können wir ohne Russland gar nicht lösen." Sie halte deshalb regelmäßig Kontakt zu Präsident Wladimir Putin. Auf die Frage, wie es ohne Russland in dem G7-Format weitergehen soll, antwortete Merkel: "Seit der internationalen Finanzkrise gibt es regelmäßige G20-Treffen, bei denen auch Russland zusammen mit allen wesentlichen Wirtschaftsnationen vertreten ist. Ich bin froh, dass sich auch dort eine sehr gute Arbeitsatmosphäre entwickelt hat."

G7 habe aber eine ganz eigene Bedeutung. "Die G7 sind eine Gruppe von Staaten, die Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit teilen." Zu den Prinzipien der Gruppe gehöre die Verteidigung des Völkerrechts und der Unverletzlichkeit von Landesgrenzen. "Russlands Annexion der Krim war dagegen eine Verletzung des Völkerrechts", sagte Merkel.

Russland war 2014 nach der Annexion der Krim aus der G8 ausgeschlossen worden. Am Sonntag empfängt Merkel als diesjährige Vorsitzende der G7 die Staats- und Regierungschefs aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan auf Schloss Elmau in Bayern. Die Gipfel finden einmal im Jahr statt.

(dpa)
 
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