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Vor Votum zu Jerusalem-Resolution
Netanjahu beschimpft UN als "Haus der Lügen"

Vor Jerusalem-Resolution: Israels Ministerpräsident Netanjahu beschimpft UN als "Haus der Lügen"
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. (Archivfoto) FOTO: dpa, AB hel wst
Jerusalem. Die Vereinten Nationen wollen am Donnerstag über eine Resolution zum Status Jerusalems abstimmen. Der israelische Ministerpräsident hat dafür kein Verständnis.

Benjamin Netanjahu hat die Vereinten Nationen am Donnerstag nochmals scharf kritisiert: "Das Verhalten vieler Länder auf allen Kontinenten gegenüber Israel verändert sich außerhalb der Mauern der UN und wird schließlich auch die UN durchdringen - das Haus der Lügen", sagte Netanjahu in der israelischen Hafenstadt Aschdod. Der israelische Staat lehne die Abstimmung in der UN-Vollversammlung ab.

In der von muslimischen und arabischen Ländern eingebrachten, nicht bindenden Resolution sollen die USA aufgefordert werden, die Entscheidung zurückzunehmen, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. US-Präsident Donald Trump hatte mit der Entscheidung weltweit Proteste und Besorgnis ausgelöst. Israel betrachtet Jerusalem als seine ewige und unteilbare Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen Palästinenser-Staates für sich.

Erdogan fordert Bekenntnis gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Weltgemeinschaft hingegen zu einem klaren Bekenntnis gegen die Jerusalem-Entscheidung der USA aufgefordert. Er hoffe, dass die Vollversammlung der Vereinten Nationen bei ihrem Votum in der Frage am Donnerstag Washington eine Lektion erteile, sagte Erdogan.

US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt und damit die islamische Welt und auch viele westliche Verbündete gegen sich aufgebracht. Er drohte jenen Staaten Hilfsgelder zu kürzen, die bei der Abstimmung in der Vollversammlung diese Entscheidung verurteilen.

Erdogan sagte bei einer Zeremonie in Ankara: "Herr Trump, Sie können den demokratischen Willen der Türkei nicht mit Ihren Dollars kaufen.
Unsere Entscheidung ist klar".

 

(rent/REU)
 
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