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Neues Enthüllungsbuch veröffentlicht: Vorwurf: Irak-Krieg-Geheimplan schon Ende 2001

zuletzt aktualisiert: 17.04.2004 - 08:59

Washington (rpo). Gerade zwei Monate nach Beginn des Afghanistan-Krieges habe US-Präsident George W. Bush einen Geheimplan für einen Irak-Feldzug in Auftrag gegeben. Dies behauptet der amerikanische Enthüllungsjournalist Bob Woodward.

Er schreibt über den Vorwurf in seinem neuen Buch. Aus Angst, seine Irak-Pläne könnten ihn als zu kriegslustig in Verruf bringen, weihte Bush laut Woodward nur wenige Mitglieder des nationalen Sicherheitsteams ein. Bush selbst wies die Darstellung am Freitag zurück. "Ich hatte Afghanistan im Kopf und habe mich erst später auf Irak konzentriert", sagte der Präsident.

Bushs Sprecher Scott McClellan bestätigte jedoch, dass der Präsident noch während der Kämpfe in Afghanistan mit Verteidigungsminister Donald Rumsfeld über Vorbereitungen auf einen Irak-Krieg sprach. Das heiße jedoch nicht, dass ein Krieg zu der Zeit schon beschlossen worden sei. "Es gibt eine Unterschied zwischen Planungen und dem Treffen einer Entscheidung", sagte McClellan.

"Plan of Attack"

In Woodwards Buch "Plan of Attack" ("Angriffsplan"), das kommende Woche auf den US-Markt kommt, wird Bush mit den Worten zitiert: "Ich wusste was passieren würde, sollten die Leute glauben, wir würden einen Angriffsplan für Irak entwickeln. (...) Es hätte ausgesehen, als wäre ich bestrebt, einen Krieg zu führen."

Bush und seine engsten Mitarbeiter sehen sich nach wie vor dem Verdacht ausgesetzt, wegen der Vorbereitungen auf einen Irak-Krieg den Kampf gegen El Kaida zu spät, nämlich nach den Anschlägen vom 11. September, aufgenommen zu haben. Die Recherche Woodwards über die 16 Monate vor Kriegsbeginn zeigen, wie stark enge Mitarbeiter Bushs, insbesondere Vizepräsident Richard Cheney, von Beginn der Amtszeit an auf den Sturz Saddam Husseins fixiert waren.


 
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