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Erfolgreicher Waffentest
USA simulieren Abschuss einer Interkontinentalrakete

Signal an Nordkorea: US-Militär testet Rakete in Florida
Washington. Antwort mit gleichen Mitteln: Nur wenige Tage nach einem erneuten Raketentest Nordkoreas haben die Vereinigten Staaten eine mögliche Antwort mit einer Abfangrakete simuliert.

Das Pentagon hat nach eigenen Angaben einen erfolgreichen Test eines US-Raketenabwehrsystems über dem Pazifik durchgeführt. Die Simulation, bei der eine Abfangrakete ein Geschoss mit nachgeahmten Sprengkopf zerstörte, sei eine "unglaubliche Leistung" gewesen, sagte der Leiter der Pentagon-Behörde, die für die Entwicklung des Raketenabwehrsystems verantwortlich ist, Jim Syring, am Dienstag. "Dieses System ist von entscheidender Bedeutung für die Verteidigung unserer Heimat", erklärte Syring in einer Mitteilung.

Die Abfangrakete war aus einem Untergrundbunker auf dem Vandenberg-Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien abgefeuert worden. Ihr Ziel war eine Interkontinentalrakete, die von einem Testfeld auf dem Kwajalein-Atoll im Pazifik abgeschossen wurde. Der Test zeige, dass die USA ein wirksames Abschreckungsmittel gegen eine sehr wirkliche Bedrohung habe, sagte Syring ohne direkt Nordkorea anzusprechen.

Test kostete rund 244 Millionen Dollar

Der Test des Raketenabwehrsystems soll rund 244 Millionen Dollar (etwa 218 Millionen Euro) gekostet haben. Ob damit sichergestellt ist, dass die USA auch im Fall eines tatsächlichen Angriffs aus Nordkorea eine Rakete zerstören könnten, wurde zunächst nicht offiziell bestätigt. Experten nehmen an, dass Pjöngjang der Entwicklung einer Interkontinentalrakete mit Nuklearsprengstoff, die das US-Festland erreichen könnte, näher rückt.

Der Test habe sein primäres Ziel erfüllt, erklärte Syring, nun würden noch weitere Daten der Simulation ausgewertet. Der bis Dienstag jüngste Raketentest im Juni 2014 war ebenfalls erfolgreich gewesen - zuvor gab es aber immer wieder Probleme bei den Simulationen.
Eigentlich war das System 2004 einsatzbereit erklärt worden, seither waren aber nur vier von neun Simulationen mit Abfangraketen erfolgreich.

USA setzten auf chinesische Vermittlung

Erst am Montag hatte Nordkorea erneut eine Kurzstreckenrakete gestartet - diese landete anschließend in den Gewässern der japanischen Wirtschaftszone. Die Rakete, mutmaßlich vom Typ Scud, flog von nahe der Küstenstadt Wonsan aus rund 450 Kilometer weit.

Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, sagte indes, die Regierung von US-Präsident Donald Trump glaube, China nutze nicht nur offizielle Kanäle, um mit Nordkorea zu verhandeln und Pjöngjang zu einer Aufgabe des Atomwaffenprogramms zu bewegen. China kenne Nordkorea am besten, weshalb die USA den Druck auf die Volksrepublik aufrecht erhalten werde, so Haley.

(th/ap)
 
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