| 07.21 Uhr

Demilitarisierte Zone
Nordkoreanischer Soldat flüchtet nach Südkorea

Warnschüsse: Soldat aus Nordkorea flüchtet nach Südkorea
Nordkoreanische Soldaten blicken auf dieser Aufnahme vom 27. November nach Südkorea, wo ein Soldat Wache hält. FOTO: ap, AY
Seoul. Erneut ist einem nordkoreanischen Soldaten die Flucht durch die demilitarisierte Zone (DMZ) nach Südkorea gelungen. Es ist die vierte erfolgreiche Flucht eines nordkoreanischen Soldaten in diesem Jahr.

Südkoreanische Soldaten haben nach Militärangaben an der schwer bewachten Landesgrenze Warnschüsse auf Soldaten aus Nordkorea abgegeben. Etwa 20 Schüsse seien abgefeuert worden, als sich die Soldaten aus Nordkorea der militärischen Demarkationslinie zwischen den beiden Ländern genähert hätten, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Donnerstag mit.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Militärs, die nordkoreanischen Soldaten seien offensichtlich auf der Suche nach einem geflüchteten Landsmann gewesen. Kurz zuvor war dem Ministerium zufolge einem nordkoreanischen Soldaten die Flucht durch die demilitarisierte Zone (DMZ) nach Südkorea gelungen.

Der Zwischenfall ereignete sich wenige Wochen nach der dramatischen Flucht eines Soldaten aus Nordkorea über den Grenzort Panmunjom, der sich in der vier Kilometer breiten DMZ befindet. Der Soldat wurde dabei von nordkoreanischen Grenzposten angeschossen. Er überlebte schwer verletzt.

Zahlreiche Nordkoreaner flüchten jedes Jahr aus Hunger oder Unzufriedenheit mit der autokratischen Führung aus ihrer weithin abgeschotteten Heimat. Doch die meisten flüchten dabei über die Grenze nach China.

(sbl/dpa/AFP)
 
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