kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Atomstreit: Was bietet Europa Teheran an?

zuletzt aktualisiert: 14.05.2006 - 21:19

Brüssel/Teheran (rpo). Die Europäische Union will am Montag erneut versuchen, den Atomstreit mit dem Iran zu entschärfen. Die EU-Außenminister wollen Teheran mit einem Paket von Anreizen dazu bringen, auf die Anreicherung von Uran zu verzichten.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad schloss dies am Wochenende aber erneut aus. Zugleich stellte er klar, sein Schreiben an US-Präsident George W. Bush sei nicht als Beitrag zum Atomstreit gemeint gewesen, sondern als Grundstein einer "neuen politischen Literatur".

Die EU wolle Teheran behilflich sein, die friedliche Nutzung der Atomenergie voranzutreiben und den Außenhandel zu fördern, sagte ein EU-Diplomat, der nicht namentlich genannt werden wollte, vor dem Treffen am Montag. Jedoch müsse Teheran sich der Forderung der Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) beugen, auf die Anreicherung von Uran zu verzichten.

Die EU-Troika aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich bemüht sich auf Aufforderung Washingtons um eine Verhandlungslösung. Die USA hatten am Wochenende einen neuerlichen Vorstoß von UN-Generalsekretär Kofi Annan für einen direkten Dialog Washingtons mit dem Iran zurückgewiesen.

Für Freitag ist ein Treffen der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland in London vorgesehen, bei dem eine Zwischenbilanz der bis dahin vorliegenden Ergebnisse gezogen werden soll.

Ahmadinedschad pocht auf Atomsperrvertrag

Jedes Angebot, das im Gegenzug einen Stopp des "friedlichen Atomprogramms" fordere, sei hinfällig, sagte Ahmadinedschad nach seiner Rückkehr aus Indonesien laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Er sei überrascht, dass eine "Gruppe von Menschen" ohne Anwesenheit Irans Treffen abhalte und Entscheidungen treffen wolle. Diese "Herrschaften" lebten immer noch in der Zeit des Kolonialismus. "Ihre Entscheidungen sind für uns nichtig."

Auch in künftigen Verhandlungen stehe die Anwendung des Atomwaffensperrvertrags im Vordergrund, sagte Ahmadinedschad. Er hob besonders die Artikel 2 und 4 hervor, die den Mitgliedsstaaten das Recht auf friedliche Nutzung von Atomenergie zubilligen. Die Bemühungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs um eine Resolution im UN-Sicherheitsrat waren zuletzt am Widerstand Russlands und Chinas gescheitert.

Afghanistan will vermitteln

Der afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta bot eine Vermittlerrolle seines Landes an. Spanta sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", Afghanistan sei mit beiden Staaten befreundet, und er werde gerne vermitteln, wenn das erwünscht sei.

Spanta kündigte darüber hinaus eine Reise in den Iran an. Er werde Ende Mai mit Präsident Hamid Karsai nach Teheran fliegen und die Handlungsspielräume für eine friedliche Lösung ausloten.

Für den Fall, dass der Iran auch die jüngsten Vorschläge ablehnt, soll er nach Auffassung des französischen Präsidenten Jacques Chirac zum Verzicht seines umstrittenen Atomprogramms gezwungen werden. Frankreich wolle, dass die Entschließungen des UN-Sicherheitsrats auch "gehört und befolgt" werden, sagte Chirac auf die Frage, ob sich die nächste Resolution auf Kapitel VII der UN-Charta beziehen sollte. Dieses würde den Weg frei machen für Sanktionen bis hin zur militärischen Gewalt.

Quelle: afp2

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Syrische Deserteure drohen Assad

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

syrien flagge fahne RPO 2007

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. Die USA bringen einen Militäreinsatz auch ohne UN-Beschluss ins Spiel. mehr

 

Nahostreise des Bundespräsidenten

Gauck fordert Palästinenser zu Friedensgesprächen auf

 

Nach Selbstverbrennung in Lhasa

China startet Verhaftungswelle in Tibet

 

Ingenieur im Januar verschleppt

In Nigeria entführter Deutscher getötet

 
 
Top-Services