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Obama wird heute 48 Jahre
Was schenken Sie dem Mann, der alles hat?
Bilder aus Barack Obamas Privatalbum
Bilder aus Barack Obamas Privatalbum FOTO: Flickr.com
Washington (RP). Ein wenig Extra-Zeit für die Familie soll es geben. Ansonsten dürfte für Barack Obama sein 48. Geburtstag – der erste im Weißen Haus – heute ein ganz normaler Arbeitstag werden. Obama erwartet die 60-köpfige demokratische Senatsfraktion zum Mittagessen; Gesundheitsreform, Managerboni und Wirtschaftskrise stehen auf der Agenda. Alles andere passte aus Sicht des Weißen Hauses nicht in die Landschaft. Von Thomas Spang

Das hindert Anhänger, Mitarbeiter und Freunde des Präsidenten freilich nicht daran, darüber nachzudenken, wie sie ihm eine Freude bereiten können – keine einfache Aufgabe bei einem Mann, der in einer Villa lebt, mit einer umgebauten Boeing 747 durch die Welt reist und von persönlichen Spitzenköchen verwöhnt wird.

Selbst Pressesprecher Robert Gibbs zeigt sich ratlos. "Vielleicht sollten wir das im Lageraum besprechen", flachst er mit Marvin Nicholson, der die Reisen des Präsidenten organisiert. 2008 kauften sie dem Kandidaten im Wahlkampf ein Paar Schuhe und einen Gürtel. Dummerweise vergaß Nicholson das Geschenk auf der Rückbank eines Taxis in Chicago. 2007 gab es einen iPod.

"Was schenken Sie einem Mann, der alles hat?", fragt die demokratische Senatorin Mary Landrieu aus Louisiana. "Ein paar Socken", schlägt der Abgeordnete Mel Watt aus North Carolina vor. Sein Kollege Jason Chaffetz aus Utah denkt mehr an "ein Paar Wrangler-Jeans".

Paul Begala, der Bill Clinton im Weißen Haus zur Seite stand, schwebt eher Nicht-Materielles vor. Er wünscht Obama "24 Stunden als normaler Ehemann und Vater". Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich gönnt seinem politischen Gegner sogar eine ganze Woche: "Auf Hawaii mit seiner Familie, ohne Medien und ohne Terminkalender."

Senator John Kerry, berüchtigt für seine Krawatten-Geschenke, möchte Obama mit einem "ordentlichen Gesetzesentwurf zur Gesundheitsreform" beglücken. Doch dies könnte gegen die offizielle Richtlinie für persönliche Geschenke an den Präsidenten verstoßen: Die eine Billion Dollar schwere Reform überschreitet bei weitem die erlaubte Grenze von 335 US-Dollar.

Dieses Problem umgeht Debbie Wassermann-Schulz: Sie will Obama einen Knochen für Familienhund Bo schenken. "Er sollte ihn bei Laune halten", meint die demokratische Abgeordnete: "Denn ein Hund ist der einzige Freund, den Sie in der Politik haben."

Quelle: RP
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